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Barmstedter Zeitung

19. August 2017 | 15:29 Uhr

Barmstedt : Die Stadtwerke von A bis Z

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

CDU-Polit-Talk: Werkleiter informiert Bürger über das Unternehmen. Freibadschließung kostet etwa 10.000 Euro Umsatz.

Einen tieferen Einblick in Struktur und Aufgabengebiete der Barmstedter Stadtwerke erhielten die mehr als 30 Besucher beim jüngsten CDU-Polit-Talk im Humburg-Haus. Rede und Antwort stand Werkleiter Fred Freyermuth, der vom ehemaligen Radiomoderator Achim Schlufter interviewt wurde. Der Eigenbetrieb der Stadtwerke, erklärte Freyermuth, sei für die Strom-, Gas- und Wasserversorgung, Hallen- und Strandbad sowie die Straßenbeleuchtung zuständig. Das Tochterunternehmen Stadtnetze beinhalte die Strom-, Erdgas- und Breitbandnetze sowie weitere technische Dienstleistungen. Das Tochterunternehmen Vertrieb sei Erdgas- und Stromlieferant für Kunden außerhalb Barmstedts. Der Jahresumsatz belaufe sich insgesamt auf mehr als 40 Millionen Euro.

Als weiteres Thema sprach Schlufter die Wasserversorgung an. Der kürzlich neu gebohrte Brunnen am Steinmoorweg sei sehr ergiebig und werde als Hauptlastbrunnen über viele Jahre Wasser liefern, sagte Freyermuth. Im Rohwasser aus dem vorigen Hauptlastbrunnen seien in 30 Metern Tiefe Pflanzenschutzmittel nachgewiesen worden. Die jetzige Wasserqualität sei „im Optimum“. Auf die Frage, ob die Meierei mit ihrer nicht unerheblichen Entnahme von Wasser aus demselben Hauptlastbrunnen die gleiche Priorität wie die Stadt genieße, erklärte er: „Wir als öffentliches Trinkwasserunternehmen bekommen ein Recht – die Meierei steht erst dahinter.“

Auf die Gänse am Rantzauer See angesprochen, verwies Freyermuth auf die Stadt, die das Problem lösen müsse. „Da machen Sie sich aber zu schnell aus dem Staub“, hieß es aus dem Publikum. Als Betreiber des Strandbads müssten auch die Stadtwerke aktiv an einer Lösung mitwirken. „Wir installieren einfach eine Wasserskianlage“, schlug Freyermuth vor – und hatte die Lacher auf seiner Seite.

Von den Zuhörern kam der Vorschlag, das „Culinarium“ möge mehr Gänsebraten anbieten. Freyermuth: „Bei der Algenbildung im See spielt auch das phosphorhaltige Krückauwasser eine Rolle.“ Die häufigen Freibadschließungen in dieser Saison hätten etwa 10.000 Euro Umsatz gekostet, sagte er auf Nachfrage.

Wie sieht es mit dem Angebot von konventionellem und Ökostrom aus? „Wir liefern unseren Kunden ausschließlich Strom aus Wasserkraft aus Skandinavien“, sagte Freyermuth. „Wer anderen Strom wünscht, muss sich melden.“ Wie er die Entwicklung der Energiepreise sehe? „Wo ist die Glaskugel?“, gab er scherzend zurück und fügte hinzu: „Die fallenden Strompreise kommen beim Endkunden nicht an. Die Lastenverteilung begünstigt die Großkunden.“

Die Entwicklung im Glasfaserbereich für Barmstedt und mehrere Umlandgemeinden sei sehr gut, antwortete der Werkleiter auf eine Frage. „Wir haben für die Anschlüsse eine Warteliste.“ Wie kann Barmstedt mit diesem Pfund wuchern, erkennt die Politik das?, wollten die Zuhörer wissen. „Die Datenautobahn ist fast noch wichtiger als ein Gewerbetrieb“, sagte Freyermuth. Viele arbeiteten von zu Hause aus. „Wir geben ihnen Datensicherheit in einem abgeschirmten Netz.“

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erstellt am 23.Sep.2014 | 13:59 Uhr

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