zur Navigation springen

Barmstedt : Die Stadtwerke bauen ihr Netz weiter aus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ein Barmstedter Unternehmen plant für 2016 unter anderem den Breitbandausbau in Vossloch sowie im Kernbereich von Lutzhorn.

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2016 | 16:30 Uhr

Barmstedt | Die Stadtwerke Barmstedt bauen in diesem Jahr ihr Breitbandnetz im Barmstedter Umland weiter aus. 2016 sollen unter anderem der Kernbereich Lutzhorns und Vossloch an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Das berichtet Stadtwerke-Chef Fred Freyermuth. Auch in Klein-Hemdingen solle noch in diesem Jahr der Breitbandausbau erfolgen. „Wir haben schon mehr als 3200 Breitbandkunden. Es geht gut voran“, sagt der Stadtwerke-Chef über die Breitbandsparte. Unter anderem habe man mehrere neue Mitarbeiter einstellen müssen.

Mit dem Ausbau des Kernbereichs in Lutzhorn wollen die Stadtwerke in diesem Jahr starten. „Außerdem laufen Ausschreibungen für den Ortsteil Vossloch der Gemeinde Bokholt-Hanredder“, so Freyermuth. Ein Leerrohr von Barmstedt nach Vossloch sei bereits im Zuge der Verlegung neuer Versorgungsleitungen entlang der Landesstraße 75 (Hauptstraße) verlegt worden. Daher müsse nur in den Nebenstraßen gearbeitet werden. „Wir stehen kurz vor der Auftragsvergabe“, berichtet Freyermuth.

Bei ihrem Ausbau würden die Stadtwerke nicht nach ganzen Kreisen schauen. „Wir nehmen uns jedes Jahr zwei oder drei Gemeinden in individueller Abstimmung vor“, so Freyermuth. Im vergangenen Jahr hatten die Stadtwerke unter anderem mit dem Ausbau in Bevern und Hemdingen begonnen. Stand Mitte Januar habe man mehr als 90 abgeschlossene Verträge in Bevern gehabt, berichtet der Stadtwerke-Chef. Und man rechne weiter mit hohem Zulauf. Für die Versorgung der Außenbereiche mit schnellem Internet zeichne sich aber noch keine Lösung ab, so Freyermuth. „Wir sind in Gesprächen mit der Gemeinde Bevern und dem Amt. Die Gemeinde möchte, wir möchten.“ Das Problem seien neue Vorgaben der Europäischen Union. „Wenn die Gemeinden Zuschüsse für den Ausbau brauchen, kann ich verstehen, dass man rechtliche Rahmenbedingungen einhalten muss“, sagt der Stadtwerke-Chef. Das sollte anders gehandhabt werden, wenn das Geld schon da sei. „Man entmündigt die Gemeinde quasi“, sagt Freyermuth.

In Hemdingen kann seit Kurzem die erste Kundin das Breitbandnetz nutzen, teilte Pressesprecherin Carola Zentner vor wenigen Tagen mit. Bislang hätten sich bereits mehr als 300 Hemdinger für einen Vertrag bei den Stadtwerken entschieden, sagt Nils Buttgereit, Vertriebsleiter der Stadtnetze Barmstedt. Für Klein-Hemdingen, das im ersten Schritt der Ausbauarbeiten in der Gemeinde nicht erschlossen worden war, gebe es eine Lösung, so Freyermuth. Die Gemeinde habe den Bau einer Leitung bis dorthin ausgeschrieben. Nach dem Bau werde Hemdingen die Leitung vermieten. „Wir haben ein Angebot dafür abgegeben und den Zuschlag bekommen“, so Freyermuth. Das Verfahren sei „sehr pragmatisch und zielführend“. „Es scheint so aber nicht mehr zu funktionieren“, sagt er im Hinblick auf Bevern. Die Stadtwerke würden nun darauf warten, dass die Leitung gebaut werde. „Wir werden dann weitermachen“, sagt der Stadtwerke-Chef.

Gespräche auch mit Langeln

Gespräche führe man auch mit der Gemeinde Langeln, so Freyermuth weiter. Ein Neubaugebiet haben die Stadtwerke dort bereits angeschlossen. Ein erster Ausbauplan für den Kernbereich sei vorgestellt worden. „Auch dort stellt sich die Frage der Außenbereiche, auch dort haben wir wieder dieselben Probleme“, erläutert Freyermuth. In diesem Jahr sei für Langeln kein Ausbau vorgesehen, die Gemeinde könne aber in den Wirtschaftsplan für 2017 aufgenommen werden.

Ein Leerrohr der Stadtwerke war im Zuge des L  110-Ausbaus auch bis Ellerhoop verlegt worden. Die Gemeinde sei aber schon von der Telekom gut versorgt, so Freyermuth. Bullenkuhlen wäre aus Richtung Barmstedt und Bevern anschließbar, stehe für 2016 aber – wie Langeln – nicht auf der Agenda.

Auch außerhalb des Kreises Pinneberg bauen die Stadtwerke ihr Glasfasernetz in diesem Jahr weiter aus – zum Beispiel im Kreis Segeberg: Im Neubaugebiet „Hinrichshöh“ in Lentföhrden hätten die Stadtwerke bereits im November dieses Jahres damit begonnen, ihr Glasfasernetz zu verlegen, so Freyermuth. „Schrittweise werden wir nun auch die Gemeinde neu erschließen“, kündigt er an. Grünes Licht hierzu gab auch der Werkausschuss der Stadtwerke Barmstedt in seiner jüngsten Sitzung. Die Glasfaserleitungen würden bereits direkt vor dem Ortsschild Lentföhrden liegen, sagt der Stadtwerke-Chef. Die konkrete Investitionssumme in Lentföhrden stehe noch nicht fest, da die genaue Netzplanung noch nicht abgeschlossen sei, sagt Freyermuth. Zusätzlich sei eine Trasse über Nützen in Richtung Kaltenkirchen in Planung, die auch in diesem Jahr realisiert werden soll. Erste Gespräche habe es bereits mit der Gemeinde Nützen gegeben. Zusätzlich seien die Stadtwerke auch in Bad Bramstedt aktiv. Und auch in Horst (Kreis Steinburg) werde weiter gebaut.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen