Barmstedt : Die Stadt saniert die Knabenschule

Barmstedts ehemalige Knabenschule wurde 1904 gebaut und 1996 erweitert. Im kommenden Jahr soll sie umfassend saniert werden.
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Barmstedts ehemalige Knabenschule wurde 1904 gebaut und 1996 erweitert. Im kommenden Jahr soll sie umfassend saniert werden.

Modernisierung des 109 Jahre alten Gebäudes kostet etwa 1,1 Millionen Euro. Der Eingang wird verlegt und es soll eine neue Belüftungsanlage geben.

shz.de von
16. September 2014, 10:00 Uhr

Barmstedt | Die ehemalige Barmstedter Knabenschule an der Schulstraße soll im kommenden Jahr umfassend saniert werden. Das haben der Bau- und der Schulausschusses in einer gemeinsamen Sitzung mehrheitlich beschlossen. Die Stadt investiert in das Vorhaben etwa 1,1 Million Euro; das Land beteiligt sich mit 80.000 Euro an den Kosten. Zusätzlich zur Modernisierung, Instandsetzung und Schaffung eines barrierefreien Zugangs ist eine energetische Sanierung geplant.

„Der Keller ist feucht, viele Fenster sind kaputt, und durch die Decke kann man stellenweise in den Himmel gucken“, beschrieb Katja Tewes (Architekturbüro Butzlaff+Tewes) den Zustand des 110 Jahre alten Gebäudes. Auch die Linoleumböden und die Wände bräuchten dringend eine Frischzellenkur, sagte Ortwin Schmidt (CDU). Der Eingangsbereich wird abgerissen und vor die jetzige Pausenhalle verlegt. „Dadurch schaffen wir mehr Licht, und der Eingang wird barrierefrei“, so Tewes. Die veraltete Heizungsanlage wird gegen eine moderne ausgetauscht. Als weitere Neuerung soll im gesamten Gebäude eine mechanische Belüftung eingebaut werden. Die Installation koste etwa 8000 Euro, „aber das Geld halten wir für sinnvoll angelegt, weil die Lehrer bisher immer die Fenster in den Klassenräumen von Hand öffnen und schließen müssen“, sagte Tewes.

Um das Dach – das eine Grundfläche von 700 Quadratmetern hat – neu einzudecken, würden die gleichen Pfannen wie bei der alten Mädchenschule verwendet, erwiderte Tewes auf die Frage von Axel Schmidt (FWB), ob der Denkmalschutz gewährleistet sei. Auf den von BALL und SPD angeregten Ausbau des Dachbodens wird dagegen aus Kostengründen verzichtet. „Das wäre extrem teuer“, sagte Tewes. Den Wunsch der Schule, einen Klassenraum zur Garderobe und Stillarbeits- oder Gruppenräumen umzubauen, lehnte der Ausschuss ebenfalls ab. Vor dem Hintergrund, dass die Schule in den kommenden sechs Jahren voraussichtlich zwei- bis dreizügig bleiben werde, sollten alle Klassenräume bestehen bleiben, meinten die Politiker.

Die Sanierung soll im April starten und etwa fünf Monate dauern. Während dieser Zeit werden die jeweils betroffenen vier bis fünf Klassen ausgelagert.

Die Knabenschule wurde 1905 gebaut und 1966 erweitert. 1983 erhielt sie den Namen Geschwister-Scholl-Schule, bis sie 2010 mit der Chemnitzschule „verschmolz“ und in Grund- und Gemeinschaftsschule umbenannt wurde. Das Gebäude wird   von den Grundschülern genutzt.
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