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Barmstedter Zeitung

19. Oktober 2017 | 13:39 Uhr

Barmstedt : Die Stadt plant neue Wohngebiete

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

In Barmstedt könnten westlich der Brunnenstraße, östlich des Friedhofs und westlich der Lutzhorner Landstraße neue Wohngebiete entstehen. Das hat der Bauausschuss beschlossen.

shz.de von
erstellt am 04.Feb.2016 | 14:00 Uhr

In Barmstedt sollen drei neue Baugebiete ausgewiesen werden: auf Flächen westlich der Brunnenstraße gegenüber dem Ahornring, zwischen Friedhofs und Höllner Wegs sowie westlich der Lutzhorner Landstraße, nördlich des Steinmoor. Der Bauausschuss hat der Stadtvertretung empfohlen, den Flächennutzungsplan entsprechend zu ändern. Am Neubaugebiet westlich der Lutzhorner Landstraße könnte sich zudem – wie bereits häufiger im Gespräch war – ein Nahversorger ansiedeln. Auch eine Kindertagesstätte sei sinnvoll, sagte Marina Quoirin-Nebel (Grüne).

Das Gebiet zwischen dem Friedhof und dem Höllner Weg sei bisher als Erweiterungsfläche für den Friedhof eingestuft, wie Ausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU) erklärte. Da dessen Platzbedarf aber zurückgehe, „hat die Kirchengemeinde sich einverstanden erklärt, sie der Stadt als Bauland zu veräußern“.

Wie viele Wohneinheiten in den neuen Baugebieten entstehen könnten, ist noch völlig unklar. „Das werden die weiteren Planungen ergeben“, sagte Schmidt. Zunächst muss die Stadtvertretung den Empfehlungen des Ausschusses zustimmen. Die Politiker tagen am 9. Februar.

Auf verhaltene Resonanz stieß der Antrag der SPD, weitere große Wohngebiete östlich der Lutzhorner Landstraße in Richtung Lutzhorn sowie nördlich des Galgenberg auszuweisen und damit bis 2020 rund 2000 neue Einwohner nach Barmstedt locken. Die meiste Kritik kam von der FWB. „Das hat mit städtebaulicher Entwicklung nichts mehr zu tun, sondern ist nur noch Zupflasterung von Grünflächen“, sagte Axel Schmidt. Die Pläne entbehrten zudem „in vielerlei Hinsicht jeglicher Basis“. So gehe etwa die Bertelsmann-Stiftung geht davon aus, „dass Barmstedt bis 2025 um etwa 1000 Einwohner wächst“.

Städtische Einnahmen erhöhen

Die SPD will mit der Ausweisung von Wohn- und auch Gewerbegebieten – eines davon an der K18 – vor allem die städtischen Einnahmen erhöhen und so den Haushalt konsolidieren. „Unsere finanzielle Lage ist katastrophal“, sagte Fraktionschef Hans-Christian Hansen. Die Stadt könne es sich nicht leisten, Betriebe zu verlieren, die sich erweitern wollten. Wie berichtet, soll in der Stadtvertretung noch einmal über die Ausweisung einer Gewerbefläche an der K  18 beraten werden, obwohl der Bauausschuss sie abgelehnt hat.

Eine moderate Stadtentwicklung sei positiv, „aber euer Modell ist zu schnell zu viel“, sagte auch Peter Gottschalk (FWB). Außerdem müsse man bedenken, „dass die nötige Infrastruktur auch Kosten verursacht“. Eine „explosionsartige Entwicklung“ werde „mehr zerstören, als sie bringt“, meinte Quoirin-Nebel, und Ernst-Reimer Sass (CDU) forderte, erst „muss Gewerbe her, dann kommen auch die Menschen, die Wohnraum brauchen“.

Letztlich bestand Konsens, dass die Entwicklung voran kommen müsse und alle gemeinsam daran arbeiten sollten. „Das wollten wir ja auch erreichen“, stellte Annette Bremer-Wilms (SPD) fest. Einstimmig wurde beschlossen, die Pläne in den Fraktionen zu besprechen und im Herbst über die Ergebnisse zu diskutieren.

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