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Gärtnerstraße in Barmstedt : Die SPD will ein Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Sozialdemokraten halten eine Bebauung des ehemaligen Baumschul-Areals für dringend notwendig, um Wohnraum zu schaffen.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 14:00 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter Sozialdemokraten wehren sich gegen den Vorwurf der FWB, sie hätten in den jüngsten Bauausschuss einen Tagesordnungspunkt eingebracht, der völlig überflüssig gewesen sei. Wie berichtet, hatte die SPD beantragt, im Ausschuss am Montagabend über eine Bebauung an der Großen Gärtnerstraße zu beraten. Die FWB hatte kritisiert, eine Bebauung sei bereits im vorigen Ausschuss abgelehnt worden und eine erneute Beratung daher unnötig. Letztlich war der gesamte Ausschuss abgebrochen worden.

Doch für die SPD bleibt eine Bebauung an der Großen Gärtnerstraße ein wichtiges Thema. Auf dem Areal der ehemaligen Baumschule Drath könnten 24 bis 32 Wohneinheiten entstehen, so die Genossen. „Wir wollten mit unserem Antrag im Ausschuss die Möglichkeit nutzen, eine dringend benötigte Erweiterung des Wohnungsangebots zu erreichen und eine weitere Bauruine zu vermeiden“, so Fraktionschef Hans-Christian Hansen. Doch „leider ist es nicht zur Diskussion über dieses Thema gekommen“.

Eine Bebauung mit bis zu 32 Wohneinheiten würde sich „hervorragend“ in die verdichtete Bebauung der Umgebung einpassen, meint Bauausschussmitglied Stephan Ritter. Zudem könne der Verkehr über die Große Gärtnerstraße „gut abfließen“. Ein weiterer Vorteil des Neubaugebiets wären, dass die Fläche saniert würde, ohne dass der Stadt Kosten entstehen würden, wie Bauausschussmitglied Annette Bremer-Wilms betont. „Der Eigentümer ist bereit, auf eigene Kosten umweltschädliche Bausubstanzen zu entsorgen und die Gewächshäuser zurückzubauen.“ Würde die Stadt dem – umstrittenen – Grundsatzbeschluss zur Baulandausweisung folgen, „müssten wir das Grundstück erwerben, bebauungsfähig machen und die Grundstücke entwickeln und verkaufen“, so Hansen. Wegen der hohen Kosten wären die Preise dann aber „sehr hoch und unattraktiv“.

Mit Blick auf Barmstedts Hochwasserproblematik sei zudem besonders erfreulich, dass der Eigentümer die bisher komplett versiegelte Baumschulfläche entsiegeln würde, so Bremer-Wilms. „Jede wie auch immer geartete, anschließende Bebauung wird also eine Entsiegelung zur Folge haben.“

Barmstedt könne es sich nicht leisten, „weiterhin so schleppend Bauland auszuweisen“, meint Hansen. Ein Blick ins Umland zeige, dass es auch anders gehe: Tornesch habe jüngst 360 Wohneinheiten ausgewiesen, „und das Amt Elmshorn-Land hat fünf B-Pläne in Arbeit. Und wir?“ Der B-Plan 23 (Hamburger Straße) sei fast vollständig verkauft, und für den B-Plan 55 (Nappenhorn) gebe es schon eine Warteliste. „Angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen, der Tatsache, dass junge Barmstedter keine Wohnung in ihrer Stadt finden und Barmstedt jungen Familien aus dem Umland keine Bleibe anbieten kann, ist die Haltung einiger Fraktionen nicht nachvollziehbar“, resümiert Hansen.

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