zur Navigation springen

Seniorenheim Barmstedt/Rantzau : Die Sparpläne zeigen ihre Wirkung

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Seniorenheim Barmstedt/Rantzau wird das Jahr voraussichtlich mit einem Defizit von 125.000 Euro statt 304.000 Euro abschließen.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Barmstedt/Rantzau | Die Sparpläne für das Seniorenheim Barmstedt/Rantzau zeigen eine Wirkung: Wie Geschäftsführer Christoph Merker mitteilte, wird das Defizit im Haushalt 2015 etwa 125.000 Euro betragen. In den ursprünglichen Planungen war man noch von einem Minus von 304.000 Euro ausgegangen.

Das Ergebnis sei vor allem auf die Pflegesatzverhandlungen im ersten Quartal dieses Jahres und den Verzicht der Mitarbeiter auf Teile von Sonderzahlungen zurückzuführen, sagte Merker. Wie berichtet, hatten sich Zweckverband und die Gewerkschaft Verdi vor Kurzem auf eine tarifliche Regelung für die Mitarbeiter des Seniorenheims geeinigt. So verzichten sie in diesem Jahr auf 50 Prozent ihres Weihnachtsgelds – auf diese Weise würden 85.000 Euro gespart, so Merker.

Die Vereinbarung läuft laut Verbandsvorsteherin Heike Döpke über drei Jahre. „Sie bedeutet für die Mitarbeiter erhebliche Einschnitte, sie bedeutet aber auch für drei Jahre Sicherheit für dieses Haus.“ In den vergangenen Jahren sei intensiv darauf geschaut worden, wo es Möglichkeiten zum Sparen gebe, ohne an Qualität zu verlieren, so Merker. Anfang 2015 habe man beispielsweise die Buchhaltung selbst übernommen. „Das hat 20.000 Euro auf einen Schlag eingespart“, berichtete der Geschäftsführer.

In den vergangenen Jahren war das Minus Jahr für Jahr verringert worden: 2012 verbuchte die Einrichtung ein Defizit von 900.000 Euro, 2013 waren es etwa 550.000 Euro. Der Fehlbetrag von 340.000 Euro in 2014 ist durch die Mitgliedskommunen im Januar 2016 auszugleichen. Dafür hatte sich die Zweckverbandsversammlung im September mehrheitlich ausgesprochen. In den kommenden Jahren wolle man durch stringente Verhandlungen und permanenter Kontrolle der Kostenseite das Defizit weiter verringern, so der Geschäftsführer weiter. Dabei solle es aber keinen Qualitätsverlust geben, betonte er.

Der Erfolgsplan für 2016, dem die Verbandsmitglieder während ihrer jüngsten Versammlung bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung mehrheitlich zustimmten, sieht einen Jahresverlust von etwa 150.000 Euro vor. Erträgen von 3,5 Millionen Euro stehen Aufwendungen von 3,65 Millionen Euro gegenüber, berichtete Merker während der Sitzung. Allerdings würden in der Kalkulation noch einige Größen fehlen – unter anderem der Ausbau der Marktstraße, der laut Verbandsvorsteherin Döpke für das nächste Jahr angedacht ist. „Das Seniorenheim als Anlieger wird zur Zahlung herangezogen“, sagte sie. Um welche Summe es sich dabei handle, sei aber noch nicht klar. Die Marktstraße soll von Mitte März bis Ende November kommenden Jahres ausgebaut werden.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen