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Barmstedter Zeitung

23. August 2017 | 20:10 Uhr

„Die Situation ist katastrophal“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedter Kita-Eltern beklagen sich über riskante Punkte im Stadtverkehr / Auch die FWB greift das Thema auf

„Wir haben eine katastrophale Verkehrssituation in Barmstedt, die besonders auch die Wege zu den Kitas und Schulen betrifft“, sagt Sven Spelter, einer der Sprecher der „Chamäleon-Runde“ (siehe Info-Kasten). Bei ihrem jüngsten Treffen diskutierte die Gruppe über das Thema Straßenverkehr. „Die vielen Gefahrenpunkte sind uns ein Dorn im Auge. Es wird Zeit, dass wir uns einmischen“, sagte Spelter. Als einziger Politiker war Christian Schönfelder (FWB) erschienen. „Wir hatten Vertreter aller Parteien und der Verwaltung eingeladen und sind enttäuscht über die Resonanz“, sagte Tamara Twisselmann (Foto), die als „Chamäleon“-Sprecherin und als Vertreterin der SPD dabei war.

Spelter und Twisselmann stellten Barmstedter Straßen und Kreuzungen vor, die ihrer Meinung nach die Sicherheit von Radfahrern und Fußgänger beeinträchtigen – etwa die Einmündung der Feld- in die August-Christen-Straße. Die Straßen seien zu schmal für den Gelenkbus, der deshalb über den gesamten Bürgersteig fahren müsse. Vorschlag aus der Gruppe: einen Teil der Rasenfläche an der Ecke für die Verbreiterung des Einmündungsbereichs opfern.

„Eine garstige Stelle ist auch die Abbiegung vom Markt in den Küsterkamp“, sagte Spelter. Dort wäre ein Weg für den Lieferverkehr hinter dem ehemaligen Rewe-Gebäude sinnvoll – was im Zuge der Überplanung des Geländes auch vorgesehen ist. „Die Kreuzung hinter dem Rathaus am Kuhberg ist ebenfalls ein verkehrstechnisches no-go“, so Spelter. Vor allem morgens, pflichteten ihm andere bei, wenn der Berufsverkehr und Schulkinder dort unterwegs seien. Ampelanlage oder Zebrastreifen? „Das ist beides nicht möglich, weil es eine verkehrsberuhigte Zone ist“, erklärte Schönfelder, der zudem darauf hinwies, dass die Verkehrsteilnehmer gerade deshalb vorsichtiger seien.

Ob nicht das Parken seitlich am Rathaus verboten werden könne, die sei für alle Verkehrsteilnehmer irritierend, schlug eine Teilnehmerin vor. Eine andere Idee war eine Einbahnstraßen-Regelung in der Innenstadt. Jeder Autofahrer sollte sich bei der Geschwindigkeit disziplinieren, sagte ein Vater. Ein anderer: „Eltern sollten überlegen, ob sie ihre Kinder nicht zu Fuß oder per Rad zu Kita oder Schule bringen.“ Vielen Eltern fehle dafür die Zeit, weil sie gleich weiter zur Arbeit fahren würden, wurde ihm entgegnet.

Etliche Eltern votierten dafür, die Polizei solle Falschparker und Raser verstärkt kontrollieren. „Wir benötigen ein vernünftiges Verkehrskonzept, das Radfahrer und Fußgänger einbezieht“, sagten Spelter und Schönfelder. „Dazu wollen wir die Fraktionen und die Verwaltung auf unsere Seite ziehen. Allein erreichen wir nichts“, betonte Spelter. Anregungen von Bürgern sammelt er unter der E-Mail sven.spelter@ spelter-barmstedt.de.


FWB will mit Bürgern diskutieren


Auch die FWB will von den Barmstedtern wissen, wo sie in Sachen Verkehr Probleme sehen. Die Wählergemeinschaft lädt daher alle Bürger für Donnerstag, 19. Februar, zu einem Diskussionsabend ein. Auch Vertreter der Polizei, der Verwaltung und des Kreises werden erwartet. „Wir wollen gemeinsam Konfliktpunkte benennen und nach Lösungen suchen“, so Organisator Klaus-Dieter Hansen und Pressewartin Susanne Rattay. Aus Sicht der FWB sind unter anderem der Lkw-Durchgangsverkehr, der „Schilderwald“ und die Fuß- und Radwegesituation problematisch. Manches sei nicht ohne weiteres lösbar, so Hansen. „Wir können zum Beispiel die meisten Straßen nicht verbreitern.“ Umso wichtiger seien Ideen aus der Bevölkerung. „Wir werden sie sammeln und dokumentieren“, kündigt Rattay an und verspricht: „Jeder wird eine Rückmeldung erhalten.“

Als Vorbereitung für den Abend dient der FWB das Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2009. „Wir werden dessen wesentliche Inhalte darstellen und erläutern“, so Hansen. Die Veranstaltung in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule (Eingang: August-Christen-Straße) beginnt um 19.30 Uhr.

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erstellt am 07.Feb.2015 | 10:03 Uhr

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