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Tempo 30 in Barmstedt : „Die Schüler sind wie Jungbullen“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Anwohner der August-Christen-Straße wünschen sich ein striktes Tempolimit - die Verwaltung will das Thema im Kreis vorbringen.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 16:00 Uhr

An der August-Christen-Straße wird es im kommenden Jahr monatelang kein Durchkommen geben: Sie wird von Frühjahr bis Sommer ausgebaut und deshalb abschnittsweise für den Verkehr gesperrt. Die Arztpraxen und der Edeka-Markt werden aber während der gesamten Bauzeit per Auto zu erreichen sein, versicherte Dirk Rennekamp (Verwaltung). Möglich sei das, weil die Arbeiten in zwei Abschnitte unterteilt werden: Als erstes wird der Bereich von der Feldstraße bis zum Edeka-Parkplatz saniert, anschließend der Bereich zwischen Parkplatz und Bahnhofstraße.

Als Umleitung werde unter anderem die Feldstraße dienen, sagte Rennekamp während des Info-Abends für die Anwohner. Dafür werde das dort bestehende Lkw-Durchfahrtverbot aufgehoben – was auf Verwunderung stieß. „Die Feldstraße ist für die meisten Laster doch viel zu schmal“, gab ein Anwohner zu bedenken. „Ich habe jedenfalls regelmäßig Lkw-Spiegel an der Dachrinne hängen.“ Das sei leider nicht zu ändern, erwiderte Rennekamp. „Wir können die Straße nicht breiter machen, als sie ist – wir können schließlich nicht die Häuser wegschieben.“

Eine weitere Frage galt dem allseits beliebten Thema Tempolimit. „Könnte man nicht nach dem Ausbau Tempo 30 einführen?“, schlug ein Anwohner vor. Zwar werde auf der Straße tagsüber nicht gerast, „aber abends, nachts und zum Bahnübergang hin, da drücken viele aufs Gas“. Gefährlich sei zudem der Bereich rund um die Schulbushaltestelle. „Was meinen Sie, was da vor allem nach der Schule abgeht“, sagte er. Die Schüler seien dann „wie die Jungbullen. Die laufen auf die Straße, spielen da Fußball und gucken nicht rechts und links.“ Einmal sei schon „ein Junge von einem Auto auf die Hörner genommen worden“.

Eine generelle Tempo-30-Zone sei „nicht durchsetzbar, weil es sich um eine Erschließungsstraße handelt“, sagte Peter Knaak (Verwaltung). Rennekamp ergänzte, er werde das Thema noch einmal beim Kreis vorbringen. „Vielleicht lässt sich da wegen der Schule und des Kindergartens doch noch was machen. Und wenn es ein zeitlich begrenztes Tempolimit wäre.“

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