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Barmstedter Zeitung

22. Oktober 2017 | 12:55 Uhr

L75 : Die Sanierungs-Pläne laufen an

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Von Elmshorn bis zur B4 und weiter: Landesstraße soll im kommenden Jahr erneuert werden. Bürgermeister begrüßen Vorhaben.

shz.de von
erstellt am 17.Apr.2015 | 12:15 Uhr

Barmstedt/Elmshorn | Es wird das nächste Großprojekt nach dem Ausbau der Landesstraße 110 zwischen Bevern und Ellerhoop: Die Landesstraße 75 (L75) – eine der Hauptverkehrsachsen der Region, die von Elmshorn über Bokholt-Hanredder, Barmstedt, Heede und Langeln weiter nach Osten führt – soll im kommenden Jahr saniert werden. Das teilte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Itzehoe auf Anfrage dieser Zeitung mit. Wie Iris Dautwiz, Leiterin des Geschäftsbereichs Straßenbau berichtete, sollen 24 Kilometer der insgesamt 36 Kilometer langen Landesstraße saniert werden. Die Planungen dafür seien gerade erst angelaufen. Die Bürgermeister im Barmstedter Umland begrüßen die Pläne.

Fest steht laut Dautwiz, dass die Binder- und Deckschicht der L75 saniert werden soll – nach Informationen dieser Zeitung betrifft das unter anderem den Abschnitt der Landesstraße von der Kaltenweide in Elmshorn bis nach Hoffnung an der Bundesstraße 4. Elf Kilometer an Ortsdurchfahrten seien im gesamten Verlauf der L75 betroffen. Noch zu untersuchen ist laut Dautwiz, in welchem Zustand sich die Straße befindet und welche Baumaßnahmen über die bereits erwähnten hinaus durchgeführt werden müssen. Anschließend werde ein Entwurf erarbeitet, der einen technischen Teil sowie die Umsetzung der Verkehrsführung – wie Umleitungen – enthalte. Darüber sowie über die anfallenden Kosten für das Projekt könne in dieser frühen Planungsphase aber noch nichts gesagt werden. Der Entwurf liege voraussichtlich im Herbst dieses Jahres vor, so die Leiterin.

Im vergangenen Jahr hatten Verkehrsminister Reinhard Meyer und der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH), Torsten Conradt, einen Landesstraßen-Zustandsbericht vorgelegt. Das Ergebnis: Der Zustand des Landesstraßennetzes von Schleswig-Holstein habe sich seit 2009 weiter verschlechtert, hieß es. Während vor vier Jahren noch rund ein Viertel des 3600 Kilometer umfassenden Landesstraßennetzes marode war, sind nach einer neueren Erfassung inzwischen ein Drittel (1160 Kilometer) aller Landesstraßen dringend sanierungsbedürftig.

Zugleich legte Meyer ein Landesstraßen-Erhaltungsprogramm für die kommenden vier Jahre vor. Dieses sieht für das Jahr 2016 auch die entsprechende Sanierung der L75 vor. „Bei der Auswahl der Straßen, die in das Programm aufgenommen worden sind, gibt es eine klare Prioritätensetzung“, so Dautwiz. „Sie orientiert sich am aktuellen Zustand sowie an der durchschnittlichen täglichen Verkehrsmenge und der so genannten Netzfunktion einer Straße.“ Diese sei dann gegeben, wenn sie zentrale Orte verbindet, zwischen denen keine Bundesstraße verläuft.

Langelns Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf äußerte sich erfreut über die geplante L75-Sanierung. „Das ist etwas ganz Tolles – das schönste Projekt, das die Landesregierung seit langer Zeit in Angriff genommen hat“, sagte er. „Wir hoffen, dass die Straße einen leisen Asphalt erhält.“

Für Wolfgang Mohr, Bürgermeister von Bokholt-Hanredder, kam die Mitteilung von der geplanten Sanierung der L75 überraschend. Erfreut sei er insbesondere darüber, dass der Radweg gleich mit saniert werde. Er gehe davon aus, dass alles fachmännisch und fachgerecht durchgeführt wird.

Für Heedes zweiten stellvertretenden Bürgermeister Helmut Lohse handelt es sich bei dem Vorhaben um ein gutes Projekt. Innerhalb Heedes sei die L 75 stark geflickt. Die Sanierung trage zu einem besseren Verkehrsfluss bei.

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