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Barmstedter Zeitung

22. Oktober 2017 | 14:08 Uhr

Barmstedt : Die Richtige für den Job

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Sabine Grelck ist die neue Leiterin der Albert-Schweitzer-Schule. Ihr wichtigstes Ziel: den Standort dauerhaft sichern

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Die führungslose Zeit ist vorbei: Nach mehr als sieben Monaten Vakanz hat die Barmstedter Albert-Schweitzer-Schule (ASS) seit gestern eine neue Leiterin. Die Nachfolge von Jörn Karnowsky, der die ASS 22 Jahre lang geleitet hatte, tritt Sabine Grelck an. Die 51-jährige Sonderschulpädagogin ist ihren Kollegen und Schülern bestens bekannt: Sie unterrichtet bereits seit vier Jahren an der ASS.

Die Entscheidung, sich als Rektorin zu bewerben, sei nach längerem Überlegen gefallen, sagte Grelck. „Das ist langsam gewachsen. Sie hatten niemanden, und ich bin von Kollegen gefragt worden, ob ich das machen will.“ Nach vielen Gesprächen mit anderen Schulleitern habe sie schließlich zugesagt – und sei „die Richtige für den Job“, wie Barmstedts Grund- und Gemeinschaftsschulleiter Bernd Poepping sagte. Er kennt Grelck gut, weil sie – wie alle ASS-Lehrer – auch die Integrationsklassen an seiner Schule unterrichtet.

Grelck, die in Barmstedt aufwuchs, studierte in Kiel Sonderschulpädagogik mit den Schwerpunkten Lernbehinderten- und Sprachheilpädagogik und den Fächern Deutsch und Sport. Ihr Referendariat absolvierte sie in Meldorf, bevor sie an der Geschwister-Scholl-Schule in Uetersen anfing – und dort 20 Jahre blieb. ,Zwischendurch’ setzte sie nach der Geburt ihres heute 14-jährigen Sohns zwei Jahre aus. 2009 wechselte Grelck nach Barmstedt.

An der ASS wird sie Chefin von 16 Kollegen, die in Barmstedt 35 Schüler in vier Lerngruppen betreuen. Dazu kommen die Integrationsklassen an den Barmstedter und den Grundschulen im Umland. Für ihre Zeit als Rektorin hat Grelck einiges vor: Um die Zukunft der ASS – die eine Zeitlang kurz vor dem Aus stand – zu sichern, „müssen wir uns überlegen, was wir zusätzlich anbieten können“, sagte Grelck. Denn „das Damoklesschwert der Schließung hängt immer noch über uns“. Die ASS sei wichtig, „weil Kinder mit Lernschwächen an anderen Schulen nicht so gut klarkämen“.

Die Entscheidung, Sonderschullehrerin zu werden, habe sie nie bereut, sagte Grelck. „Sicher gibt es Tage, an denen es nicht so viel Spaß gemacht hat. Aber das ist überall so.“ Als Schulleiterin müsse sie vor allem „moderieren und führen können – und wollen“, sagte Doppke. Er sei überzeugt, „dass Sie das schaffen. Mögen es Ihnen gelingen, das Förderzentrum so zu leiten, dass es auch in 25 Jahren noch Bestand hat.“

Wenn sie sich nicht ihrem Beruf widmet, fährt Grelck gern Fahrrad, liest und arbeitet im Garten. Im Urlaub zieht es die Familie ans Meer, lieber in den Süden als Nord- oder Ostsee. „Aber ab und an fahren wir auch dort hin.“

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