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Barmstedt : Die Politik will die Eichen erhalten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bauausschuss: Parkbuchten am Weidkamp müssten auch mit weniger Fällungen möglich sein.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Hoffnung für die Säuleneichen am Weidkamp: Der Bauausschuss hat sich einstimmig dagegen ausgesprochen, dass sechs von ihnen gefällt werden, damit vier Parkbuchten entstehen können. Wie berichtet, hatte das Planungsbüro das auf Wunsch der Anwohner vorgeschlagen. Mindestens die gleiche Anzahl an Parkplätzen könnte aber auch geschaffen werden, wenn weniger Bäume fielen, wie Axel Schmidt (FWB) vorrechnete. „Die Säuleneiche gegenüber den öffentlichen Stellplätzen ist sowieso abgängig“, sagte er. „Wenn man die wegnimmt, könnten vier Stellplätze entstehen.“ Die Fällung einer weiteren Eiche hinter dem Einmündungsbereich zum Krützkamp würde drei Parkplätze bringen. Weitere könnten auf dem städtischen Grünstreifen am Einmündungsbereich zum Jittkamp entstehen.

Er könne den Wunsch der Anlieger nicht ganz nachvollziehen, sagte Fred Groth (FWB). „In der Gebrüderstraße haben wir regen Durchgangsverkehr – und da gibt es keine Parkbucht.“ Es sei daher unverhältnismäßig, „dass sechs Bäume fallen sollen, um zehn Parkplätze zu schaffen“. Auch Ernst-Reimer Saß (CDU) sprach sich vehement dafür aus, die Eichen zu erhalten. „Eine solche Reihe gibt’s sonst nicht in Barmstedt“, sagte er.

Verständnis für die Anwohner äußerte Ortwin Schmidt (CDU). „Ich finde, es wäre ein tolles Signal, wenn wir ihrem einstimmigen Votum folgen würden.“ Der „ein oder andere“ Baum könne ruhig gefällt werden, „um das Straßenbild aufzufrischen“, pflichtete ihm sein Parteikollege Norbert Bollweg bei. Annette Bremer-Wilms (SPD) gab zu bedenken, die Eichen müssten besser gepflegt werden. „Bei Sturm liegt extrem viel Totholz auf der Straße. Das Risiko würde natürlich auch sinken, wenn welche gefällt werden.“

Grundsätzlich sei es nicht Aufgabe der Stadt, Parkplätze zu schaffen, sagten Axel Schmidt und Marina Quoirin-Nebel (Grüne). „Das müssten die Eigentümer der Wohnblöcke übernehmen.“ Die „bestimmt dagegen wären, wenn sie die Buchten bezahlen müssen – denn billig sind die nicht“, so Groth.

Am Ende einigte sich der Ausschuss darauf, dass das Ingenieurbüro versuchen soll, weitere Parkplätze möglichst „baumschonend“ zu schaffen. Das Ergebnis wird in der nächsten Sitzung vorgestellt.

Die Fahrbahn des Weidkamp wird voraussichtlich doch auf 5,90 Meter statt auf 5,50 Meter ausgebaut und der nördliche Gehweg im Gegenzug auf 1,60 Meter reduziert. Außerdem soll die Aufpflasterung am Jittkamp entfallen. „Im Sinne der Kinder wäre ein Hubbel aber gut“, sagte Anwohner Frank Lindenau.
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