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Bokels Sandabbaugebiet : Die Pfleger der Landschaft

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Landschaftspflegeverein, der sich um das Bokeler Sandabbaugebiet kümmert, hat nach zwei Jahren mehr als 40 Mitglieder. Das Areal kommt mehr und mehr in Gemeindebesitz.

shz.de von
erstellt am 04.Apr.2014 | 17:00 Uhr

Bokel | Der Landschaftspflegeverein Bokel und Umgebung hat knapp zwei Jahre nach seiner Gründung schon mehr als 40 Mitglieder. Während der Hauptversammlung im Ring-Hotel Bokel Mühle schlossen sich spontan drei weitere Mitstreiter an. Der Vorsitzende Manfred Delfs ließ in seinem Bericht noch das vergangene Jahr Revue passieren. 2013 besuchten die Bokeler unter anderem das Sandabbaugebiet in Großenaspe, das Torf-Areal in Westerhorn und eine Heidefläche bei Kellinghusen, um sich Anregungen für die eigene Arbeit zu holen.

Rund 70 Hektar misst das Bokeler Sandabbaugebiet. Während in einigen Bereichen mit dem Abbau noch gar nicht begonnen wurde, sind andere inzwischen nahezu ausgebeutet. Diese sollen nun umgestaltet werden. Der Landschaftsverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, „die Verbreitung des Naturschutzgedankens“ zu unterstützen und „Maßnahmen von Naturschutz und Landschaftspflege“ zu fördern.

Im Herbst traf sich Delfs mit Vertretern des Planungsbüros, der Unteren Naturschutzbehörde, sowie von Amt und Gemeinde, um sich darüber informieren zu lassen, welche Teilflächen des weitläufigen Areals bereits in Gemeindebesitz übergegangen sind. „Das sind schon eine ganze Menge“, so Delfs. Sobald die Abnahme erfolgt sei, wolle man einen Vertrag mit der Gemeinde schließen. Angedacht sei dabei ein Pflegevertrag. Delfs hofft auf eine „möglichst zeitnahe“ Umsetzung dieser Schritte.

Seit 1998 wird auf Bokeler Gebiet Sand abgebaut. Von Beginn an war geplant, die Flächen anschließend der Gemeinde zu übergeben. Obwohl die eigentliche Umgestaltung noch gar nicht begonnen hat, waren die Mitglieder des Pflegevereins schon aktiv. Schon bald wollen Delfs und seine Mitstreiter Schilder in dem Areal aufstellen, damit für jedermann offensichtlich wird, dass es sich um ein Naturschutzgebiet handelt. Momentan tummeln sich nach Aussage des Vorsitzenden noch Motocross-Fahrer und Akku-Modellauto-Freunde auf dem Gelände. „Das geht natürlich zukünftig nicht mehr“, so Delfs. Für Spaziergänger bleibe das Sandabbaugebiet aber weiterhin geöffnet.

Weitere Mitglieder sind beim Landschaftspflegeverein Bokel und Umgebung willkommen. Zu erreichen ist der Vorsitzende Manfred Delfs per E-Mail unter delfs.m@gmx.de oder auch telefonisch unter (0 48 22) 64 90. Für den 1. Juni ist außerdem ein Workshop mit dem Titel „Entwicklungsperspektiven des Sandabbaus Bokel/Lutzhorn“ geplant. Interessenten können sich an Axel Fichtner wenden: Telefon (0 41 27) 92 95 69; oder per E-Mail unter fichtners@web.de.
 

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