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Barmstedter Zeitung

23. November 2017 | 19:53 Uhr

Die Namen aus dem Damals holen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Bilderrecherche Nils von Drahten will historischen Fotos aus dem Kirchspiel Hörnerkirchen ihre verborgenen Informationen entlocken

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2017 | 16:00 Uhr

Je mehr Jahre vergehen, umso schwieriger wird manch eine Recherche, die zurück in die Vergangenheit führt. Dies ist natürlich auf den ganz normalen Verlauf des menschlichen Lebens zurückzuführen, das ja endlich ist. Viel Wissen, das vor nicht allzu langer Zeit noch bei vielen Menschen geläufig war, ist zwischenzeitlich dann nicht mehr vorhanden. Der Grund: Ein weiterer Generationswechsel hat sich vollzogen.

Aber um welche Informationen handelt es sich, die dadurch „eher so nebenbei“ verloren gehen? Es sind vielfach Namen von Menschen aus der Nachbarschaft, Standorte entfernter Gebäude oder auch Ereignisse, die nicht unbedingt weltgeschichtlichen Charakter aufwiesen und von daher in keiner Chronik erfasst wurden. Klar also, dass jemand, der sich nun aus der Gegenwart heraus auf die Suche macht, um verschüttete Informationen wieder sichtbar zu machen und zu sichern, auf die Hilfe anderer angewiesen ist.

So erlebt es auch Nils von Drahten, der auf der Homepage der Evangelisch-Lutherischen Christus-Kirchengemeinde Hohenfelde-Hörnerkirchen einen entsprechenden Aufruf gestartet hat: „Wer kann helfen bei der Suche nach alten Bildern und beziehungsweise oder dessen Identifizierung?“


Fokus auf die Zeit um 1900

Der Hintergrund: Im Zuge der Aufarbeitung der alten Höfe, Häuser und Familien des Kirchspiels Hörnerkirchen stieß und stößt von Drahten immer wieder auf alte Konfirmations-, Schul- und weitere Gruppen- und Portraitbilder. Die darauf abgebildeten Personen versucht er zu identifizieren und einzuordnen. „Es geht mir um den Zeitraum seit Beginn und Etablierung der Fotografie ab etwa 1865 bis zum Zweiten Weltkrieg, wobei der Fokus auf der Zeit um 1900 liegt“, erklärt er und hofft auf noch mehr Material. Wer also alte Bilder aus dem genannten Zeitraum mit Bezug zum Kirchspiel Hörnerkirchen hat, sollte sich bitte bei ihm melden. „Die alten Bilder mit Personen, Gebäuden und beziehungsweise oder Ereignisse kann ich direkt vor Ort einscannen und auf Grund eines schon gewachsenen Bildarchivs auch vielfach einordnen. Auch alte Ansichtskarten interessieren mich“, so von Drahten, der sich auch sehr freuen würde, wenn ihm jemand bei der Ermittlungstätigkeit unterstützen würde.

Besonders willkommen wären dafür Personen, die bei der Identifizierung von bereits digitalisierten Bildern helfen könnten. „Da ich einem jüngeren Jahrgang angehöre, kenne ich die meisten der Abgebildeten nur auf Grund von Erzählungen, teilweise auch von anderen Bildern. Daher benötige ich Unterstützung, die abgebildeten Personen richtig zuordnen zu können“, so von Drahten. Ganz konkret gehe es um Konfirmationsbilder aus den Jahren 1909/1910, 1923, 1926, 1930 bis 1937 mit Ausnahme 1934. Aber auch Schulbilder der alten Dorfschulen aus dem Zeitraum 1900 bis 1940, der Feuerwehren, des Gesangvereins sowie der Jungbauernschaft (Vorläufer der LaJu) stehen im Fokus.


Erforschung von Familiengeschichten

„Dabei ist es mir möglich, durch Einsicht in Konfirmationsregister, Schülerverzeichnissen, Protokollbüchern, Höferegistern und eigenen Aufzeichnungen die in Frage kommenden Personen zu benennen und bei der Erforschung der eigenen Familiengeschichte zu helfen. Sütterlin, also die deutsche Schrift – fälschlich auch altdeutsch genannt) –, kann ich lesen“, so von Drahten, der per E-Mail unter der Adresse nils.von.drathen@gmx.de erreichbar ist.
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