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Fracking in Horst/Hörnerkirchen : Die Menschen wünschen sich mehr Mitsprachemöglichkeiten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Info-Abend der BI „Frackingfreies Auenland“ in Horst: Teilnehmer sprechen sich für Mitsprachemöglichkeiten bei Rohstoffsuche aus

Horst/Hörnerkirchen | Volles Haus bei der Bürgerinitiative (BI) „Frackingfreies Auenland“: 76 Bürger aus den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Bad Segeberg waren vor Kurzem der Einladung der Regionalgruppe Horst/Elmshorn der BI zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung im Landhaus „Stadt Hamburg“ gefolgt. Die Teilnehmer sprachen laut Marion Ecke von der BI dabei über eine mögliche Öl- und Gasförderung in der Region sowie Fracking und Aufsuchungserlaubnisse in Schleswig-Holstein. „Es kristallisierte sich während der Veranstaltung heraus, dass die Mehrheit sich mehr Transparenz und Bürger- als auch Gemeindebeteiligung an den Verfahren wünscht“, so das Fazit von Ecke.

Kritisch sei während der Diskussion von mehreren Teilnehmern die zurückhaltende Haltung einiger Gemeinden angemerkt worden, so Ecke. In der vergangenen Woche hatten die Stadt Barmstedt und die Gemeinde Brande-Hörnerkirchen sich dafür entschieden, nicht gegen die Ablehnungen ihrer Widersprüche gegen die Erteilungen der Aufsuchungserlaubnisse vor dem Verwaltungsgericht zu klagen. Eine Klage hätte zu wenig Aussicht auf Erfolg, entschied zum Beispiel der Hauptausschuss der Stadt. Anders beurteilten die Gemeinden Nützen und Alveslohe die Lage: Siegfried Sensch von der Gemeindevertretung Nützen teilte mit, dass sich beide Gemeinden nach reiflicher Überlegung für den Klageweg entschlossen haben. Die Gemeindevertretung Osterhorn beriet gestern Abend während ihrer Sitzung über das Thema, in Westerhorn steht der Punkt am kommenden Montag auf der Tagesordnung.

Beraten wird dann in den Gemeinden auch über die Teilnahme an der Aktion „Frackingfreie Gemeinde“ des Bund für Umwelt- und Naturschutzes (BUND). Die Teilnahme daran sei eine Art öffentliches Bekenntnis, so Ecke: „Man erklärt damit öffentlich, dass man im Bereich der eigenen Gemeinde kein Fracking zulassen will“, sagte sie. „Wir haben das an die Gemeinden weitergereicht“, so die Sprecherin.

Noch bis Dienstag, 31. März, laufe zudem die BI-Unterschriftenaktion für ein Frackingverbot und für die Änderung des Landesbergbaugesetzes. Die Listen liegen laut Ecke an verschiedenen Stellen im Bereich der Erlaubnisfelder Elmshorn und Bramstedt aus. Die Ergebnisse sollen den heimischen Bundestagsabgeordneten überreicht werden.

Sprecherin der Regionalgruppe Horst/Elmshorn der BI „Frackingfreies Auenland“ ist Birgit Asmus. Die Treffen der Gruppe finden jeweils am ersten Montag eines Monats auf dem Hof Dannwisch, Dannwisch 1, in Horst um 20 Uhr statt. Interessierte sind dazu herzlich eingeladen. Fällt der erste Montag des Monats auf einen Feiertag, findet das Treffen am zweiten Montag des Monats statt.
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erstellt am 25.Mär.2015 | 10:00 Uhr

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