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Barmstedt : Die Marktstraße wird für acht Monate gesperrt

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Straße wird von Mitte März bis Ende November 2016 ausgebaut. Verwaltung: Durchfahrtverbot für Lkw ist unrealistisch.

shz.de von
erstellt am 18.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Schlechte Nachrichten für die Anlieger und die Autofahrer in Barmstedts Innenstadt: 2016 wird die Marktstraße ausgebaut und deshalb voraussichtlich achteinhalb Monate – von Mitte März bis Ende November – für den Durchgangsverkehr gesperrt sein. Das hat Joachim Urbat (Ingenieurbüro Sass & Kollegen) den Anwohnern am Mittwoch während eines Info-Abends im Rathaus mitgeteilt – woraufhin manche der etwa 50 Anwesenden hörbar schluckten. Die Anwohner würden ihre Grundstücke aber fast immer mit dem Auto erreichen können, betonte Urbat. Den Vorschlag aus dem Publikum, den breiten Gehweg im Westen zur Behelfsstraße umzubauen, hielt Dirk Rennekamp (Verwaltung) allerdings für unrealistisch. „Da haben dann doch die Fußgänger Vorrang.“ Die Feuerwehr werde ihr Gelände immer über mindestens eine Ausfahrt verlassen können, betonte er.

Für rund 450.000 Euro sollen in der Marktstraße die Schmutz- und Regenwasserleitungen sowie die Fahrbahn erneuert werden. Außerdem wird der nördliche Gehweg auf durchgehend 1,75 Meter verbreitert und neu gepflastert. Die Fahrbahn wird von 5,50 Meter auf fünf Meter verengt werden. An mehreren Stellen soll sie rot gepflastert werden, um die Autofahrer auf Tempo 30 hinzuweisen. Das Pflaster werde ebenerdig sein, sagte Rennekamp. „Denn Hubbel wollten Sie ja nicht.“

Die Anwohner trieb vor allem ein Thema um: der Lkw-Verkehr. „Seit es das Nachtfahrverbot in der Königstraße gibt, fahren die bei uns durch – kann man das nicht verbieten?“, fragte ein Anwohner. Die Belastung sei durchaus erheblich, ergänzte Joachim Baasch. „Die Lkw beliefern ja nicht nur Sky, sondern alle Supermärkte in der Innenstadt.“ Irgendwo müsse der Verkehr aber durch, entgegnete Rennekamp, und der Bauausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU) merkte an, „dass wir in jeder Sitzung die Anwohner der Königstraße da haben, die sich über den Verkehr beklagen“.

Ein Lkw-Verbot sei denkbar, wenn die Marktstraße zur Anliegerstraße erklärt würde, erklärte Rennekamp. Aber das sei zum einen kaum umsetzbar, „und außerdem würde es Ihren Kostenanteil am Ausbau erhöhen“. Da die Marktstraße als Durchgangsstraße gilt, müssen die Anwohner 50 Prozent der Ausbaukosten tragen – ansonsten wären es 75. „Das werden etwa fünf Euro pro Quadratmeter Grundstück sein“, sagte Peter Knaak (Verwaltung). In der Marktstraße werde die Stadt erstmals Vorauszahlungen auf die Ausbaukosten erheben, so Knaak. „Dazu hat uns die Kommunalaufsicht verpflichtet.“ Voraussichtlich würden die Zahlungen im August fällig, erklärte er. „Es muss nämlich schon ein Teil des Ausbaus erledigt sein.“

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