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Tiefe Einblicke in eine andere Welt : Die Kita Rasselbande bekommt Besuch aus Guatemala

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Raba erhielt jüngst Besuch von Christian Aponte, dem Leiter der Hilfsorganisation Cafnima im „Gelben Haus“ in Guatemala-Stadt, mit dem „Taten statt Worte“ zusammenarbeitet.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 14:00 Uhr

Barmstedt | Der Kindergarten Rasselbande (Raba) unterstützt mit den Einnahmen an seinem Stand auf dem Barmstedter Weihnachtsmarkt seit vielen Jahren den Verein der örtlichen Hilfsorganisation „Taten statt Worte“ und hilft damit armen Kindern in Guatemala-Stadt. Die Raba erhielt jüngst Besuch von Christian Aponte, dem Leiter der Hilfsorganisation Cafnima im „Gelben Haus“ in Guatemala-Stadt, mit dem „Taten statt Worte“ zusammenarbeitet. Dort integriert ist das Instituto Rainer Sanchez, das Kindern und Jugendlichen mit Spenden eine Schulausbildung ermöglicht.

Weiterhin unterstützt die hiesige Organisation einen dort untergebrachten Kindergarten. Aponte wurde begleitet von Rainer Sanchez, dem Gründer der hiesigen Hilfsorganisation, sowie den Vorstandsmitgliedern Stefan Bolln und Angelika Bulla. Aponte erzählte den Kita-Kindern, wie Kinder in Guatemala-Stadt leben.

„Es gibt dort wenige Kindergärten, viele Kinder arbeiten mit ihren Eltern auf der Müllhalde in der Nähe vom ,Gelben Haus’, damit die Familie sich ernähren kann“, sagte er. Etliche Kinder müssten auch in ihrem ärmlichen Zuhause auf die jüngeren Geschwister aufpassen, bis die Eltern von der Arbeit kommen.

Beeindruckt von den Geiern der Müllberge

„Es ist zu gefährlich für die Kinder, das Haus zu verlassen, es gibt in den Slums Bandenkriege und Schießereien“, berichtete Aponte, der den Kindern einen kleinen Film von der Arbeit auf der Müllhalde und von den Wellblechzimmern, in denen die Familien wohnen, auf dem Laptop zeigte. Neugierig scharrten sich die Kinder eng um ihn, um nichts zu verpassen. Beeindruckt waren sie von den Geiern, die auf den Müllbergen zwischen den Menschen auf Nahrungssuche waren. „Das ist richtig ungerecht, dass die Kinder im Müll rumwühlen müssen“, sagte einer.

Aponte erklärte, dass in Guatemala Affen, Krokodile und Papageien leben. „Du könntest uns das nächste Mal ein Tier mitbringen“, schlug jemand vor. Die Kinder erfuhren, dass es in Guatemala keinen Winter und keinen Schnee gebe. „Was, die Kinder können nicht im Schnee toben und Schlitten fahren?“, rief jemand ungläubig. Aponte fragte, ob sie für die Kinder im Kindergarten im „Gelben Haus“ Bilder als Gruß aus Barmstedt malen wollen, die er mitnehmen könnte. Wollten sie.

„Ich male jetzt gleich, morgen bin ich bei meinen Großeltern“, rief ein Steppke und holte sich flugs Papier und Stifte. Der Vorschlag kam, eine Art Brieffreundschaft zwischen den Kitas zu starten.

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