zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

22. Oktober 2017 | 21:46 Uhr

Ellerhoop : Die Kita ist voll ausgelastet

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Alle Plätze in allen Elementargruppen und der Krippengruppe sind besetzt. Die Situation soll sich bis 2018 entspannen.

Ellerhoop | „Unsere Kita ist voll. Übervoll. Auch im Sommer wird das so sein“, sagte Sandra Heinichen (CDU) im Sozialausschuss der Gemeinde Ellerhoop. Derzeit seien die beiden Elementargruppen mit jeweils 21 Kindern besetzt. „Wir nutzen auch den Notplatz“, sagte Heinichen. Die zehn Krippenplätze seien derzeit ebenfalls belegt. Ab Sommer sollen dort allerdings drei Plätze frei sein. Angemeldet seien sechs Kinder aus der Gemeinde und zwei externe Kinder. „Ich denke, dass es sinnvoll ist, die Plätze für Ellerhooper Kinder frei zu halten“, sagte Heinichen.

Entspannen soll sich die Kita-Situation spätestens im Sommer 2018. „Wir hoffen, dass wir dann unsere neue Kita in Betrieb nehmen können“, sagte Bürgermeisterin Wiebke Uhl (CDU). Zwei Elementar- und eine Familiengruppe sollen entstehen. Der Kreis habe eine Förderung in Höhe von 30  000 Euro in Aussicht gestellt. Zudem soll das Land pro neu geschaffenem Kita-Platz 15.000 Euro zahlen. Das treffe aber nur auf die Familiengruppe zu. „Es wird keine Ausschreibung geben, bevor wir keine Zusage über die Fördermittel haben“, erläuterte Uhl. Insgesamt soll der Neubau 1,2 Millionen Euro kosten. „Es ist eine stolze Summe, aber wir können nicht länger warten. Die Kinder sind jetzt hier“, betonte Uhl.

Was mit dem alten Kindergarten passieren soll, ist weiterhin offen. Die Gemeindevertretung hatte beschlossen, das Gebäude nicht abzureißen, sondern eine andere Nutzung für die Räume zu finden. Meike Schönborn, Vorsitzende des Betreuungsvereins „Pass Op“, äußerte das Interesse des Vereins. Die bisherigen Räumlichkeiten in der Schule seien mittlerweile zu klein. „Wir haben erstmals in unserer Geschichte einen Aufnahmestopp ausgesprochen“, sagte Schönborn.

34 Kinder werden derzeit betreut. 21 nutzen die Mittagsverpflegung. Doch sei nicht der Platzmangel ein Problem. Derzeit würden die bestehenden Räume nur mit einer Ausnahmegenehmigung genutzt. Die Berufsgenossenschaft habe die Lärmentwicklung vor allem während der Essenszeiten kritisiert. „Es wurden 91 Dezibel im Durchschnitt gemessen. Es gab Spitzen bis 123 Dezibel“, sagte Schönborn.

Zur Orientierung: 90 Dezibel entsprechen etwa der Lautstärke, die eine Kreissäge verursacht, 100 Dezibel werden in einer Diskothek erreicht, 120 Dezibel werden beim Start eines Düsenflugzeugs oder lautes Händeklatschen gemessen. „Wir werden am Lärmschutz arbeiten“, sagte Schönborn. 3000 Euro werde der Verein investieren. Dennoch hoffe sie auf eine Möglichkeit, ab dem Sommer 2018 die Räume der alten Kita zu nutzen. „Wir werden eine offizielle Anfrage an die Gemeinde stellen“, so Schönborn. „Die alten Räume von ‚Pass Op‘ über der Schule lassen sich vielleicht sogar leichter vermieten als die der ehemaligen Kita, da der Eingang losgelöst vom Schulhof ist“, stellte Ralf Mehlen (CDU), Vorsitzender des Sozialausschusses, fest.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen