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Stellplatz-Wunsch in Barmstedt : Die Kita hofft auf Sanierung

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadt soll eine unbefestigte Fläche pflastern. Doch Politiker sehen noch Beratungsbedarf.

shz.de von
erstellt am 15.Nov.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Der Erdboden, der bei Regen immer wieder aufweicht und durchmatscht, tiefe Schlaglöcher, in denen sich das Regenwasser sammelt: So sieht – laut Verwaltung und den Kita-Verantwortlichen – die Stellfläche neben der Arche-Noah-Kita An der Bahn häufig aus. „Der Bauhof bessert die kaputten Stellen immer wieder aus“, sagte der Bauausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU) am Montagabend, als sich der Ausschuss mit dem Thema befasste. Die Politiker sollten entscheiden, ob die Stadt den Platz – wie von der Kita gewünscht – pflastern lässt, um so das Dauerproblem in den Griff zu bekommen. Voraussichtliche Kosten laut Verwaltung: etwa 30 000 Euro.

Heftige Kritik an dem Vorschlag übte Fred Groth (FWB). Er frage sich, „ob wir als Stadt verpflichtet sind, für eine Kita Stellplätze herzurichten“, sagte er. Die anderen Barmstedter Kindergärten – die Rasselbande an der Buchentwiete, die Awo am Heederbrook und die Kita Bahnhofstraße – hätten schließlich ebenfalls keine von der Stadt gestellten Parkplätze. Zudem könne eine Versiegelung der Fläche zu weiteren Problemen bei der Entsorgung des Oberflächenwassers führen. „Und wie der Boden belastet ist, wissen wir auch nicht. Das war schon mal Thema, als die Pfadfinder überlegt hatten, dort zu bauen.“ Er würde vorschlagen, das Gelände wieder zu begrünen, sagte Groth – schließlich sei es „Grünland gewesen, bis die Kita erweitert wurde“.

Pastor i.R. Andreas Pawlas, Geschäftsführer der St. Katharina gGmbH, Trägerin der Kita, erklärte gestern auf Anfrage unserer Zeitung, die Kita habe 2012 einen Teil der Fläche von der Stadt gepachtet, da der Betrieb verpflichtet sei, Stellplätze für Eltern vorzuhalten. Die schlimmsten Schlaglöcher befänden sich jedoch auf dem anderen Teilstück, „nämlich da, wo die Lücke im Wall ist“. Weil das Gelände leicht abschüssig sei, sammle sich das Wasser in der dortigen Senke. Davon abgesehen, sei es unerheblich, ob die Stadt oder die Kita für die Sanierung aufkommen müsse, sagte Pawlas. „Wenn wir das tun, muss die Stadt das später über unseren Defizitausgleich doch zahlen.“ Es sei denn, sie erhöhe die Kita-Beiträge. „Und das wird wohl niemand wollen.“ Das Gleiche gelte für höhere Reinigungskosten, die durch den Dreck verursacht würden, den die Kinder vom Parkplatz in die Kita schleppten. Zurzeit besuchen etwa 150 Mädchen und Jungen die Kita – von denen viele mit dem Auto gebracht würden, wie Groth anmerkte. Er hoffe sehr, dass die Stadt die Fläche pflastere, sagte Pawlas. „Wenn der Betrieb ordentlich weiterlaufen soll, sind wir gezwungen, etwas zu tun. Das mit dem Bauhof ist keine Dauerlösung.“

Ernst-Reimer Sass (CDU) erklärte, aus seiner Sicht müsse die Kita für einen Ausbau zahlen. „Wenn sie das möchten, kann das nicht Sache der Stadt sein.“ Allerdings würde die Fläche nicht für „die Kita“, sondern für die Eltern hergerichtet, wie Marina Quoirin-Nebel (Grüne) entgegnete. Dennoch könne sie wegen der ungeklärten Fragen nicht zustimmen und bat um Vertagung – ein Wunsch, dem alle folgten. Nun soll das Thema im nächsten Hauptausschuss erneut auf den Tisch kommen. Die Politiker tagen am Dienstag, 28. November.

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