zur Navigation springen

Sanierung in Barmstedt : Die Kirche lagert die Gottesdienste aus

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Innenraum der historischen Heiligen-Geist-Kirche wird von Mai bis Ende November saniert. Arbeiten kosten 610.000 Euro.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2016 | 15:00 Uhr

Barmstedt | Die Sanierung der Barmstedter Heiligen-Geist-Kirche geht in diesem Jahr in die letzte Phase. Das ist die gute Nachricht. Die weniger gute: Von Anfang Mai bis Ende November wird das barocke Gotteshaus deshalb gesperrt sein. „Wir werden die Gottesdienste ins Gemeindehaus verlegen“, kündigt Pastor Dieter Timm an. Die Goldene Konfirmation werde auf 2017 verschoben, „und für das Erntedankfest suchen wir noch nach einem Ort“. Auch Hochzeitspaare werden während der Bauphase nicht mehr in der Barmstedter Kirche getraut werden können. „Sie können zum Beispiel in die Osterkirche in Sparrieshoop oder in die Christuskapelle in Hemdingen ausweichen“, so Timm. Er sei aber auch „für jeden anderen Ort offen – es muss nicht unbedingt ein kirchlicher sein“.

Die in diesem Jahr anstehenden Konfirmationen dagegen werden noch in der Heiligen-Geist-Kirche gefeiert. „Die letzte ist am 1. Mai – deshalb haben wir den 2. Mai als Startdatum für die Arbeiten gewählt“, so Timm. Rechtzeitig zum Weihnachtsmarkt sollen sie beendet sein.

Etwa 610.000 Euro werden Kirchengemeinde und Kirchenkreis in die Sanierung des Innenraums investieren. „Wir werden die Heizung, die Fenster und die Elektrik erneuern“, so Timm. Die Fenster – die bisher direkt ins Mauerwerk eingelassen sind – werden einen Rahmen und eine Ablaufrinne erhalten, um an den Scheiben kondensiertes Wasser nach außen zu führen. Die 32 Sitzbänke werden auf ein Podest gesetzt, in dem künftig die Heizungsrohre verlaufen werden. „So sparen wir Energie“, erklärt Küster Michael Gallas. Dafür habe schon die zusätzliche Isolierung des Daches im zweiten Bauabschnitt viel gebracht. „Wir müssen zwei Grad weniger heizen und sparen ungefähr 200 Euro im Monat“, so Gallas.

Auch die Bänke werden neu gestrichen. (Foto: Meyer)
Auch die Bänke werden neu gestrichen. (Foto: Meyer) Foto: Meyer (4)
 

Außerdem sollen die Orgel und die Kronleuchter gereinigt werden. Für weitere Arbeiten – wie die Sanierung des Altars, der Kanzel, des Deckengemäldes und der sogenannten Fürstenloge – fehlt das Geld. „Wir wollen versuchen, einen Teil durch Spenden einzuwerben“, so Lothar Dietrich (Kirchenvorstand). Das 1000 Quadratmeter große Deckengemälde soll an einer kleinen Stelle restauriert werden, „um zu gucken, wie es aussieht“, so Dietrich. Das Bemalen der Bänke und Wände werde die Kirchengemeinde in Eigenregie übernehmen, so Timm.

Sorgen bereitet Timm und Dietrich die Westwand zwischen dem Turm und dem Kirchenschiff, an der Schimmel aufgetaucht sei. „Wir wissen nicht, was dahinter ist und rechnen mit dem Schlimmsten“, so Dietrich. Eventuell müsse die komplette Wand erneuert werden – was die Sanierung verlängern würde.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert