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Flüchtlingshilfe in Heede : „Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend“

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zahlreiche Heeder Bürger spenden für Flüchtlinge in der Gemeinde.

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Heede | Ende Juli hatte das Amt Rantzau bekanntgegeben, in Heede mehrere Flüchtlinge unterzubringen. Was dann passierte, habe er in diesem Umfang nicht erwartet, sagt Bürgermeister Reimer Offermann. „Die Hilfsbereitschaft ist überwältigend.“ Ob Fahrräder, Spielzeug, Kleidung oder kleine Dinge für den Haushalt: Heeder Bürger – aber auch Menschen aus anderen Orten – meldeten sich bei Offermann und spendeten für die Neuankömmlinge. „Es ist sehr viel zusammengekommen“, so der Bürgermeister.

Insgesamt 17 Flüchtlinge – darunter zwei Familien – seien derzeit in Heede untergebracht, berichtet Offermann. Das Amt hatte vor wenigen Monaten eine Immobilie in Heede erworben, weil die Kapazitäten der Flüchtlingsunterkunft in Langeln nicht mehr ausreichten. „Jeder, der nach Heede kommt, ist ein Heeder Bürger, das gilt auch für Flüchtlinge“, habe er damals gesagt, so Offermann. Nachdem die Familien ihre neuen Wohnungen bezogen hatten, habe er sich gleich vorgestellt. „Zu Beginn waren sie noch sehr skeptisch“, so Offermann. Das habe sich aber schnell geändert. „Da viele Kinder dabei sind, habe ich sie gleich zum Dorffest eingeladen.“ Viele seien daraufhin gekommen. Auf dem Fest hätten sich die Heeder Bürger und die Neuankömmlinge aus dem Irak und Afghanistan kennengelernt. „Viele haben mich dann hinterher gefragt: Was können wir tun? So ergibt sich das dann alles“, erzählt Offermann.

In Heede angekommen, hätten die Familien bis auf ihre Kleidung kaum etwas gehabt. Die Heeder halfen dabei, die Haushalte mit allem auszustatten, was man für den Alltag braucht. „Hilfe kam auch aus dem Umland“, so Offermann. „Es war toll, die leuchtenden Augen der Familien zu sehen. Alle strahlten vor Glück“, sagt Offermann. In Heede sei die Integration der neuen Bürger bereits in vollem Gange. So würden die Kinder zum Beispiel schon zur Schule gehen und Deutsch lernen.

Da die Kapazitäten für die Unterbringung von Flüchtlingen im Amtsbezirk Rantzau bald wieder erschöpft sein werden, sucht das Amt weiter nach Wohnraum. Derzeit gebe es bereits weitere Objekte, an denen die Verwaltung interessiert sei, berichtet der Leitende Verwaltungsbeamte Heinz Brandt. Integration sei am besten durch dezentrale Unterbringung möglich, so Alexander Harms, der beim Amt für die Flüchtlingsbetreuung zuständig ist.

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