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Handys in der Schule : Die GGS in Barmstedt verbietet Nutzung

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedts Schulen sehen die Nutzung von Smartphones in der Schule kritisch.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2015 | 12:15 Uhr

Barmstedt | Für die meisten Jugendlichen gehört es zum Alltag wie das tägliche Zähneputzen: das Smartphone. An Schulen ist es zum Teil weniger gern gesehen – doch ein generelles Handy-Verbot ist dort nicht erlaubt. Barmstedts weiterführende Schulen gehen mit dem Thema unterschiedlich um: das Gymnasium weniger restriktiv als die Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS).

Während der Pausen säßen immer mehr Schüler allein oder in Gruppen zusammen und spielten auf dem Smartphone, berichtet Schulleiter Jan Skendzic, der meint: „Es nervt, wenn Schüler durch die Gegend laufen und nur auf ihr Handy schauen.“ Ein Verbot komme für ihn aber nicht in Frage: „Am Handy kommen wir nicht vorbei. Es geht daher nicht um Verbote, sondern um verbindliche Regeln für alle.“ Die seien aber nur gemeinsam mit den Schülern durchzusetzen.

Im Unterricht ist am Gymnasium dürfen Handys nur mit Erlaubnis der Lehrer benutzt werden, so Lehrer Mario Bäumer. Die Schüler beurteilten die Handynutzung geteilt. „Vorteile sehen sie in der schnellen Recherche im Unterricht und der Möglichkeit, Tafelbilder abzufotografieren. Auch Anrufe bei den Eltern sind ihnen wichtig, wenn zum Beispiel Stunden ausfallen und kein Bus fährt.“ Als problematisch schätzten sie das Ablenkungspotenzial, die Möglichkeit zum Schummeln bei Klassenarbeiten und heimliche Fotos von Schülern oder Lehrern ein.

Auf dem Schulgelände der GGS ist die Benutzung von Handys generell verboten – auch während der Pausen. „Die sind dafür gedacht, dass die Schüler sich bewegen, statt nur am Handy zu hängen“, sagt Schulleiter Bernd Poepping. Aus seiner Sicht „gibt es keinen Grund, es in der Schule zu nutzen“. Außerdem solle Missbrauch vorgebeugt werden. Wer dennoch mit dem Handy erwischt wird, muss es bis zum Unterrichtsende abgeben.

Nutzung bei „unterrichtlichen Erfordernissen“ erlaubt

Ebenso wie am Gymnasium, sei die Nutzung aber bei „unterrichtlichen Erfordernissen“ erlaubt, so Poepping. Das gelte auch für Notfälle – allerdings müssen die Schüler dafür ins Sekretariat. Da die Schüler jedoch „immer wieder“ forderten, das Handy benutzen zu dürfen, befasse sich zurzeit eine Arbeitsgruppe damit, ob das generelle Verbot aufgehoben werden sollte. „Vorstellbar ist, es in den Pausen zu erlauben oder Handy-Zonen einzurichten“, so Poepping. Entscheiden werde die Schulkonferenz.

Am Gymnasium hat der Präventionsbeauftragte Dennis Höppner eine Umfrage über die verantwortungsvolle Nutzung von Handys gestartet. Es gehe um die Frage, was ein Handy könne und wo es eher hinderlich sei. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, eventuell neue Regeln zur Nutzung einzuführen, „die von allen getragen werden“. Darüber hinaus bildet die Schule „Handyscouts“ aus, die die Schüler der Orientierungsstufe über die Gefahren des Cyber-Mobbings aufklären.

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