Barmstedt : Die Genossen fordern das Gewerbegebiet

Stefan Bolln (rechts) freut sich Ministerpräsident Torsten Albigs Besuch und überreicht ihm ein kleines Willommen-Präsent.
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Stefan Bolln (rechts) freut sich Ministerpräsident Torsten Albigs Besuch und überreicht ihm ein kleines Willommen-Präsent.

Ministerpräsident Torsten Albig sagte beim Empfang der Barmstedter SPD zu, eine Lösung für das Problem zu finden.

shz.de von
12. Januar 2015, 12:00 Uhr

Barmstedt | Hoher Gast beim Barmstedter Ortsverband der SPD: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) war zum dritten Mal der Einladung der örtlichen Genossen gefolgt und nahm als Gastredner bei deren traditionellem Neujahrsempfang teil. Etwa 100 Besucher konnte Vorsitzender Stefan Bolln in der Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule begrüßen.

„Hier haben sich so viele Stadtvertreter sowie Mitglieder von Vereinen, Verbänden und Organisationen versammelt, dass es fast schon ein städtischer Empfang ist“, scherzte Bolln und hieß auch Bürgervorsteher Christian Kahns und Bürgermeisterin Heike Döpke willkommen.

Die hohe Besucherzahl führte Bolln darauf zurück, wie gut in Barmstedt und Umland miteinander umgegangen werde. Er hob hervor, dass in Barmstedt die Welt noch in Ordnung sei. „Das Steueraufkommen ist nicht besonders hoch, aber wir haben fast alles, was benötigt wird“, sagte er. Leben in Barmstedt lohne sich, die Anbindung nach Hamburg sei gegeben, die Geschäfte hätten noch ein persönliches Flair.

„Anpacken müssen wir die Erhaltung des Seegebiets als Tourismusattraktion und das hohe Defizit des Seniorenheims“, so Stefan Bolln weiter. Hier sei jedoch der menschliche Aspekt wichtig. Er sprach das von der Stadt gewünschte, aber vom Land abgelehnte Gewerbegebiet Richtung Lutzhorn an, wohin etwa die Meierei aus dem Stadtgebiet umziehen könnte. „Wir brauchen zivilen Ungehorsam, um das Gewerbegebiet zu bekommen“, rief Bolln. Darüber hinaus lobte Bolln alle Ehrenamtlichen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen.

Etwa 100 Besucher kamen in Barmstedt zum SPD-Empfang in die Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule. (Fotos: Pergande)
Etwa 100 Besucher kamen in Barmstedt zum SPD-Empfang in die Aula der Grund- und Gemeinschaftsschule. (Fotos: Pergande)
 

Albig knüpfte daran an, dass die Barmstedter den abendländischen Gedanken lebten, Türen öffneten und Brücken bauten. „Ich verneige mich davor, was Sie hier leisten“, sagte er. Gemeinsam müsse man auf unserem Kontinent diese Werte, die von Irrsinnigen angegriffen würden, verteidigen. „Diese Mörder sind nicht Ausdruck einer Religion, sondern schlicht Mörder und müssen zur Rechenschaft gezogen werden“, so Albig, der auch auf Barmstedt einging. „Wir wollen, dass Innenstädte wachsen und Aufenthaltsstädte werden“, sagte er. Die Umsiedlung der Meierei sei ein Thema. „Wir werden eine Lösung für Barmstedt finden, die einzelnen Prioritäten setzten wir mit den Kommunen gemeinsam, die ihre Wunschzettel sehr abgespeckt haben “, so der Ministerpräsident.

„Es wird eine Kunst sein, dort zu sparen, wo es nicht weh tut“, sagte Bürgermeisterin Heike Döpke und dankte allen Helfern für ihren großen Einsatz an Weihnachten bei dem Hochwasser. Sie rief Torsten Albig nachdrücklich zu: „Wir wollen das Gewerbegebiet.“ Musikalisch und viel beklatscht umrahmte der Popchor „Rhythm & Voices“ die gut besuchte Veranstaltung der Orts-SPD.

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