zur Navigation springen

Bullenkuhlen : Die Gemeinde will die K12 sicherer machen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Immer mehr Autofahrer nutzen Mühlenweg und Seether Weg in Bullenkuhlen – viele sind zu schnell unterwegs.

shz.de von
erstellt am 28.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Bullenkuhlen | Die Gemeindevertretung Bullenkuhlen möchte im Bereich der Kreisstraße 12 (K  12) mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger schaffen. Das gilt insbesondere für den Abschnitt in Höhe der Gastwirtschaft „Harbeck“, wo der Radweg von der einen auf die andere Seite wechselt. Das unterstrich Bürgermeister Willi Hachmann (Foto) im Gespräch mit unserer Zeitung.

Hintergrund der Überlegzungen sind zahlreiche Geschwindigkeitsüberschreitungen, die auf dieser Straße mittels einer Messtafel festgestellt worden waren. Die K12 sei mittlerweile eine außerordentlich stark frequentierte Straße, so Hachmann. Das belege die Auswertung der Messergebnisse. So hätten beispielsweise allein im Zeitraum vom 28. April bis zum 4. Mai 16.683 Fahrzeuge die K12 in beiden Richtungen befahren. Etwa 30 bis 40 Prozent haben laut Hachmann die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern nicht eingehalten. Eine Reihe von Autofahrern brachten es auf 70 bis 80 Stundenkilometer. „Ausrutscher“ nach oben gebe es insbesondere nachts, als zweimal mit mehr als 100 Stundenkilometern durch Bullenkuhlen gefahren wurde.

Wegen der Brückensperrung im Zuge der Wittenberger Straße in Elmshorn wird die Straße durch Bullenkuhlen derzeit vermehrt von Autofahrern als Ausweichroute genutzt. Die Bauarbeiten in Elmshorn sollen laut Kreis vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Auch die Bullenkuhlener Gemeindevertretung hat sich mittlerweile mit dem Thema befasst – schließlich geht es um die Sicherheit der Bürger insbesondere der Kinder. Dabei haben Bürgermeister und Gemeindevertreter in erster Linie den Bereich in Höhe der Gastwirtschaft „Harbeck“ im Blick, wo der Radweg von der einen auf die andere Seite wechselt und auch viele Kinder zu Fuß oder mit dem Rad die Straße überqueren. „Durch das neue Baugebiet am Kreuzrebenbach und den Zuzug von Familien wächst die Zahl der Kinder noch, die an dieser Stelle die Fahrbahn wechseln“, sagte Hachmann weiter. Er sehe einen Handlungsbedarf, auch wenn es an der Stelle bislang noch keine Unfälle gegeben habe.

Beim Radwegbau vor etwa 15 Jahren habe die Bullenkuhlener Gemeindevertretung bereits angestrebt, in Höhe der Gastwirtschaft „Harbeck“ eine Ampelanlage zu installieren, konnte sich aber damit nicht durchsetzen, so Hachmann. „Damals war das Verkehrsaufkommmen wesentlich geringer war als jetzt.“ In Anbetracht der heutigen Situation könnten die Chancen größer sein – doch das lasse sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, so der Bürgermeister. „Wir werden mit dem Kreis Verhandlungen aufnehmen und versuchen, dieses Mal unser Ampel-Projekt durchzusetzen“, so Hachmann. „Sollte das wieder nicht gelingen, müssten wir uns Alternativen überlegen.“

So könne er sich vorstellen, den Fahrbahnbelag farblich zu kennzeichnen – beispielsweise mit blauen oder roten Streifen, erläuterte Hachmann. Zusätzlich sollten dann Warnschilder auf die Radler und Fußgänger hinweisen, die an dieser Stelle die Fahrbahn überqueren. Wie lange sich die Verhandlungen hinziehen und wann die Sicherheitsmaßnahmen – unabhängig davon, wie sie aussehen –, konkret werden, sei ungewiss.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen