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Barmstedter Zeitung

20. Oktober 2017 | 02:06 Uhr

Barmstedt : Die Freibad-Saison ist gelaufen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Algen, Regen, Kälte: Stadtwerke schließen das Strandbad früher als sonst. Nur halb so viele Besucher wie üblich.

shz.de von
erstellt am 26.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Schlechtes Wetter, zu kaltes Wasser, Blaualgen: Aus diesen Gründen ist die Freibad-Saison in  Barmstedt jetzt vorzeitig beendet worden. „Nachdem das Strandbad seit vier Tagen erneut wegen Blaualgenbefalls geschlossen war, wurde heute entschieden, die Saison zu beenden“, teilte Werkleiter Fred Freyermuth gestern mit. Gründe seien nicht nur die Blaualgenproblematik, sondern das schlechte Wetter der vergangenen Tage und eine Wassertemperatur, die auf unter 18 Grad Celsius gesunken sei. „Da will außer drei Hartgesottenen niemand mehr baden“, sagte Freyermuth.

In besseren Jahren ist das Strandbad etwa ein bis zwei Wochen länger geöffnet. Die „magische Grenze“, so Freyermuth, sei der Stoppelmarkt, der immer am dritten Wochenende im August stattfindet. „Danach gucken wir, wie sich das Wetter entwickelt.“ Meist sei Anfang September Schluss.

Die Saison sei „wie erwartet“ nicht gut verlaufen, sagte Freyermuth. Seit der Öffnung am 14. Juni hätten etwa 4350 Gäste das Bad besucht – normalerweise sind es etwa doppelt so viele. Wegen der Gänse- und der Blaualgenbelastungen sei trotz des zunächst anhaltend guten Wetters kein ungetrübter Badespaß aufgekommen, so der Werkleiter. Wegen Blaualgenbefalls war das Bad an 13 Tagen geschlossen. „Viele Besucher waren durch die spontanen Schließungen verärgert oder durch Gänsekot im Wasser und am Land abgestoßen“, so Freyermuth. Er hoffe, „dass die nächste Saison nicht mehr mit diesen Problemen behaftet sein wird“ und appelliert indirekt an die Politik, schnellstmöglich Lösungen zu finden: „Wir haben zahlreiche Hinweise erhalten, dass der jetzige Zustand inakzeptabel ist und das Freibad unbedingt gerettet werden muss.“ Dafür hatte eine Initiative von Freibad-Nutzerinnen mehr als 700 Unterschriften gesammelt.

Für den Barmstedt-Triathlon am Sonntag, 14. September, werde das Strandbad voraussichtlich noch einmal geöffnet werden können, so Freyermuth. Anschließend soll der „alte, total verfilzte“ Rasen saniert werden. „Das wird ziemlich aufwändig, weil wir eine Maulwurfsperre einbauen werden.“ Die aus seiner Sicht aber sinnvoll sei, „weil wir dann länger einen guten Rasen haben. Wegen der Maulwurfshügel geht entweder ständig das Messer am Mäher kaputt, oder man wird fast von ihm runtergeschleudert.“ Nun soll ein Gitter eingebaut werden, das die Maulwürfe daran hindere, an die Oberfläche „durchzustoßen“. Die Sanierung der 3300 Quadratmeter großen Fläche werde rund 35.000 Euro kosten.

Auch die Grünanlagen rund um das Hallenbad sollen neu gestaltet werden. „Die meisten Pflanzen sind alt und unansehnlich“, sagte Freyermuth. In Kürze sollen die Rodungsarbeiten beginnen, „und im Frühjahr wird dann alles schön gemacht“. Auch die schadhafte Eingangstreppe werde saniert – der Parkplatz jedoch nicht. „Das ist in erster Linie Sache der Stadt. Aber dafür ist kein Geld da“, sagte Freyermuth. Die Sanierung des Hallenbad-Inneren soll im Sommer 2015 über die Bühne gehen.

Wegen der Schließung des Strandbads wird das Hallenbad (Seestraße 12) an den Wochenenden wieder ganztägig (8 bis 19 Uhr) geöffnet. Donnerstags ist es von 8 bis 21 Uhr, freitags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.
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