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Nach Unfall : Die Ersthelfer in Barmstedt brauchen ein neues Auto

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

„Die Reparatur des alten Fahrzeugs hätte mehr als 10000 Euro gekostet – das hätte sich überhaupt nicht mehr gerechnet“, sagte Carsten Schulte, Vorsitzender des Fördervereins.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2016 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Ein unaufmerksamer Autofahrer – und das First-Responder(FR)-Fahrzeug des Barmstedter THW hatte nur noch Schrottwert. Am 9.Februar war die Besatzung mit dem Passat auf der Mühlenstraße in Richtung stadteinwärts unterwegs, als plötzlich ein Wagen aus der Gebrüderstraße von links auf die Mühlenstraße abbog – und den vorfahrtberechtigten THW-Wagen rammte. Seitdem steht das First-Responder-Team ohne Fahrzeug da. „Die Reparatur hätte mehr als 10000 Euro gekostet – das hätte sich überhaupt nicht mehr gerechnet“, sagte Carsten Schulte, Vorsitzender des Fördervereins. Der Passat, den der Förderverein 2007 für das neu gegründete FR-Team erworben hatte, wurde jetzt verkauft – für 200 Euro. „Er soll verschrottet werden“, sagte THW-Zugführer Maik Ranschau. 

Seit dem Unfall  müssen die elf FR-Kräfte auf  einen  Mehrzweckwagen des THW  ausweichen. „Das ist ungünstig, weil das Fahrzeug für die Zwecke zu groß ist. Außerdem steht es nicht immer zur Verfügung“, sagt Schulte. Der Förderverein wolle daher einen neuen Wagen kaufen. „Um das zu wuppen, sind wir aber auf Spenden angewiesen“, so Schulte. Er geht von etwa 5000 Euro Kosten aus. Das neue Fahrzeug  könne ruhig ein Kleinwagen sein, so Ranschau. „Die sind wendiger. Allerdings sollte er vier Türen haben.“ Das Alter und der Kilometerstand seien sekundär. „Wichtig ist, dass er zuverlässig ist“, so Ranschau. Wer  ein Fahrzeug hat, das er anbieten möchte, kann sich an das THW wenden. „Wir sehen uns jedes Auto an“, so Schulte.

17 Einsätze – von 28 insgesamt

Das FR-Team kommt  zum Einsatz, wenn kein Rettungswagen aus Barmstedt, Elmshorn oder Quickborn  in der Nähe ist. „Im letzten Jahr sind  wir 17 Mal ausgerückt – bei 28 THW-Einsätzen insgesamt“, so Ranschau. Die FR-Helfer sind ausgebildete Sanitäter und leisten am Unfallort Erste Hilfe, bis der Rettungswagen eintrifft. In diesem Jahr übernahm das FR-Team bisher drei Mal die Erstversorgung – zuletzt am vergangenen Sonntag, als bei einem Unfall auf der L110 zwei Motorradfahrer verletzt wurden. „Die Einsätze kommen oft schubweise“, so Ranschau. Mal sei wochenlang nicht los, „dann haben wir drei hintereinander“.

Schrott: der FR-Wagen nach dem Unfall an der Mühlenstraße.

Schrott: der FR-Wagen nach dem Unfall an der Mühlenstraße.

Foto: thw

Neue Mitstreiter seien bei den First Respondern stets willkommen, so Ranschau. Auch der Förderverein sucht weitere Mitglieder. Vor kurzem sei ein Herr eingetreten, dem die Helfer  mit einem Defibrillator das Leben gerettet hätten, so Schulte. Der geringste Jahresbeitrag betrage 18 Euro. Nähere Informationen finden Interessierte auf der Homepage des THW.

Spenden für das neue Fahrzeug können auf das Konto des Fördervereins überwiesen werden: Sparkasse Südholstein, IBAN DE17230510300005286091. Nähere Informationen gibt es beim THW unter 04123-3295. www.thw-barmstedt.de
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