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Ausblick für Bokel : Die Dörpstuv als neue Heimat für Politik und Vereine

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

shz.de von
erstellt am 05.Jan.2016 | 14:42 Uhr

Bokel | Der große Tag kam später als erwartet, aber er kam. Ende Oktober konnte Bokel endlich seine neue Dörpstuv einweihen. Eigentlich hatte Bürgermeister Wolfgang Münster die Eröffnung schon für Frühjahr 2015 prognostiziert – doch größere Bauvorhaben laufen nun einmal bekanntlich selten glatt. Doch auch so ist Münster spürbar stolz auf das neue Dorfzentrum, von dem er sich erhofft, dass es sich zu einem „lebendigen Mittelpunkt der Gemeinde“ entwickeln möge.

Die Dörpstuv ist kein echter Neubau. Das alte Sportlerheim wurde lediglich auf Vordermann gebracht und umgestaltet. Unter anderem ist ein 90 Quadratmeter großer Gesellschaftsraum entstanden, der Platz für bis zu 80 Personen bietet. Auf rund 270.000 Euro beziffert Bürgermeister Münster den Bokeler Gemeindeanteil an dem Projekt, das unter anderem in Angriff genommen wurde, weil gleich mehrere Gaststätten im Amtsgebiet in den vergangenen Jahren für immer ihre Türen geschlossen haben. Nun kann die Dörpstuv von der Lokalpolitik, Vereinen und auch Privatpersonen als Sitzungs- und Feier-Domizil genutzt werden.

Schon seit längerem aktiv sind die Mitglieder des Landschaftspflegevereins Bokel und Umgebung. Der Verein hat es sich laut Satzung zur Aufgabe gemacht, „die Verbreitung des Naturschutzgedankens“ zu unterstützen und „Maßnahmen von Naturschutz und Landschaftspflege vorwiegend im Sandabbaugebiet der Bokeler Heide“ zu fördern. Gegründet wurde er im Frühjahr 2012, doch erst jetzt wurden die ersten von den Sandabbauern an die Gemeinde zurückgegebenen Flächen abgenommen. Rund 50 Mitglieder zählt der Verein zurzeit, weitere Mitstreiter sind herzlich willkommen. Etliche Flächen des rund 70 Hektar großen Sandabbau-Areals sollen in den kommenden Jahren wieder aufgefüllt und umgestaltet werden.

Kein großes Thema sind momentan die Fracking-Pläne, die über Monate hinweg Bürger und Politik in Atem hielten. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine auch in der Fachwelt äußerst umstrittene Erdbohr-Methode, die vor allem zur Erdöl- und Erdgasförderung genutzt wird. Bokel und die anderen drei Dörfer im Amtsbereich Hörnerkirchen sprachen sich vehement gegen das Vorhaben aus. Auch die Bürgerinitiative „Frackingfreies Auenland“ machte gegen die Bohrpläne mobil und hat noch immer ein wachsames Auge auf die aktuellen Entwicklungen.

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