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Barmstedter Zeitung

21. November 2017 | 20:17 Uhr

Barmstedt : Die Danziger Straße wird ausgebaut

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Fahrbahn ist seit Jahrzehnten von Rissen und Schlaglöchern übersät, und auch die Versorgungsleitungen sind in die Jahre gekommen.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 14:00 Uhr

Barmstedt | Sie ist eine der marodesten, wenn nicht gar die marodeste Straße Barmstedts: die Danziger Straße. Die Fahrbahn ist seit Jahrzehnten von Rissen und Schlaglöchern übersät, und auch die Versorgungsleitungen sind in die Jahre gekommen. Das soll sich 2018 ändern: Dann soll die Straße ausgebaut und saniert werden. Am Mittwoch informierten Vertreter der Verwaltung, der Stadtwerke und des Abwasserzweckverbands (azv) die Anwohner während eines Info-Abends in der Kommunalen Halle über die Pläne.

Vom azv werden die Regen- und Schmutzwasserkanäle, von den Stadtwerken die Niederspannungs- sowie die Gas- und Wasserleitungen erneuern. Zudem wird die Straßenbeleuchtung auf LED umgerüstet. „Das wird nachher aussehen wie am Dr.-Schroff-Weg“, erklärte Heinz Jäger (Stadtwerke). 75 Prozent der Kosten für die Umrüstung werde auf die Anwohner umgelegt, „da Laternen Teil der Straße sind“, erklärte Dirk Rennekamp (Verwaltung) auf Nachfrage aus dem Publikum.

Die Danziger Straße sei „über die Jahre verschlissen“, stellte Ingenieur Frank Niehus fest, der die Fahrbahnsanierung plant. Die Oberfläche – „ein Mischmasch aus Betonplatten, Asphalt und Asphaltresten“ – sei „sehr mitgenommen“. Was vor allem daran liege, dass bei der Sanierung 1956 gravierende Fehler gemacht worden seien, wie ein Anwohner berichtete: „Erst wurde die Straße geteert, dann ein halbes Jahr später wieder aufgerissen, und danach hat sie keine Verschleißdecke bekommen.“ Rennekamp entgegnete, er werde den Einwand aufnehmen. Er selbst habe keine Unterlagen zum damaligen Ausbau finden können. „Wer noch welche hat, möge sie bitte im Rathaus vorbeibringen“, bat er daher. Was bei den Besuchern Belustigung hervorrief. „Es gibt keine Unterlagen mehr“, hieß es.

Nach dem Ausbau soll die 6,10 Meter breite Straße durchgehend gepflastert werden. „Es ist vorgesehen, Betonsteinpflaster zu setzen“, sagte Niehus. In der Mitte solle eine Wasserrinne verlaufen, „so wie es in der Stettiner Straße“. Der hochbordige Gehweg auf der nördlichen Seite werde verschwinden. Auf Wunsch der meisten Anwohner könnte aber stattdessen ein Streifen farbig gepflastert werden. „Es sollte einen farblich abgesetzten Bereich für Fußgänger geben“, hatte ein Zuhörer vorgeschlagen. Ebenfalls gewünscht wurden mehrere Parkplätze. „Das werden aber maximal drei bis vier, weil die Straße recht schmal ist“, sagte Rennekamp. Er werde die Wünsche der Anwohner der Politik vortragen. „Ob es am Ende dann auch so kommt, kann ich nicht versprechen. Aber bisher war es fast immer so.“

Da die Straße gepflastert wird, werde sie automatisch verkehrsberuhigt sein, sagte Niehus. „Das bedeutet, dass dort Schrittgeschwindigkeit gelten wird.“ Was von den Zuhörern begrüßt wurde. „Die Straße darf keine Rennstrecke werden“, sagte eine Anwohnerin.

Die Arbeiten an der 210 Meter langen Straße werden laut Rennekamp voraussichtlich im März beginnen und bis Oktober dauern. „Das kann sich aber witterungsbedingt etwas ändern“, sagte er. Eine Kostenschätzung durch das Ingenieurbüro gebe es noch nicht – er gehe zurzeit von 350  000 Euro aus. Noch vor den Sommerferien solle es einen zweiten Info-Abend geben, bei dem die weiteren Planungen vorgestellt werden.

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