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Barmstedter Zeitung

17. Oktober 2017 | 00:10 Uhr

Freibad : Die CDU macht Druck

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Barmstedts Christdemokraten fordern, das Strandbad zu öffnen, die Märkte in der Innenstadt zu erhalten und die Sporthalle zu sanieren.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 14:15 Uhr

Barmstedt | Die Barmstedter CDU will die Ankündigungen, das Strandbad Rantzauer See nicht zu öffnen und die großen Märkte aus der Innenstadt zu verlegen, nicht hinnehmen. Außerdem sollen die Sporthallen an der Schulstraße so schnell wie möglich wieder saniert werden, so die Christdemokraten. Mit drei entsprechenden Anträgen will die CDU im kommenden Hauptausschuss (siehe Info-Kasten) versuchen, ihre Anliegen durchzusetzen. „Wir wollen, dass die Sachen vorankommen“, sagte Ortwin Schmidt. „Die Themen brennen uns unter den Nägeln und sind auch für die Bürger von großem Interesse.“

Wie berichtet, hatte Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth angekündigt, das Freibad in dieser Saison nicht zu öffnen. Er fürchtet, dass die Wasserqualität erneut zu schlecht sein wird. Stattdessen soll der Rasen saniert werden. Die CDU regt an, den vorderen Teil des Freibads während der Arbeiten geöffnet zu halten. „Dann könnte das Bad trotzdem genutzt werden“, heißt es im Antrag. Zudem möchte die CDU wissen, ob etwas dagegen unternommen wird, dass der See – wie im Gutachten erwähnt – mit Düngemitteln belastet wird. „Kann eine Sperrung des Zulaufs von der Au zum See auf Höhe des Freibads helfen?“

Der Hauptausschuss soll die Verwaltung beauftragen, „alle vertretbaren, auch unkonventionellen Maßnahmen vorzunehmen und unterstützen, die geeignet sind, den Badebetrieb im Freibad auf Dauer sicherzustellen“, so die CDU. Zudem solle der Werkausschuss den Werkleiter „dazu anzuhalten, das Freibad baldmöglichst in 2014 zu öffnen und zu prüfen, ob auch während laufender Arbeiten an der Rasenfläche das Freibad geöffnet werden kann“.

Bezüglich der großen Märkte in der Innenstadt, die wegen der Brandschutzauflagen gefährdet sind (wir berichteten), ist die CDU „strikt gegen eine Verlegung“ und beantragt stattdessen, „alle aus brandschutztechnischen Erwägungen gegebenenfalls notwendigen Veränderungen auf das Maß des unbedingt Notwendigsten zu beschränken“. So habe sich in einem ersten Gespräch mit der Stadt gezeigt, dass offenbar „doch nicht überall ein Abstand von fünf Metern eingehalten werden müsse“. Pläne, die Märkte auf einen Parkplatz am See zu verlegen, seien „nicht zu verfolgen“ und „alle in dieser Hinsicht geäußerten Bedenken der Feuerwehr und anderer sind kritisch zu hinterfragen“, so die CDU. Als „Aushängeschilder des gesellschaftlichen und geschäftlichen Lebens“ gehörten der Stoppel- und der Weihnachtsmarkt in die Innenstadt. „Davon profitieren die Bürger und Geschäftsleute.“

Schließlich setzt die CDU sich dafür ein, dass die Sporthalle an der Schulstraße, die wegen Schimmelbefalls seit August geschlossen ist, baldmöglichst wieder genutzt werden kann. „Warum kann dort nicht wenigstens vorübergehend oder in Teilbereichen Sport stattfinden?“, so die Christdemokraten. Und wollen wissen, ob – falls die Schimmelbelastung nach wie vor hoch sein sollte –, „dem durch ausreichende Belüftung begegnet werden kann“.

Anders als die Verwaltung geht die CDU davon aus, dass die Stadt mit der Sanierung nicht warten muss, bis das Beweissicherungsverfahren abgeschlossen ist. „Aus Erfahrung wissen wir, dass sich solche Verfahren sogar über Jahre ziehen können“, heißt es im Antrag. Für gewöhnlich seien die Beweise aber gesichert, sobald der Gutachter die Ortsbesichtigungen abgeschlossen habe. Anschließend müsse die Sanierung starten, fordert die CDU. Die Stadt solle ihren Rechtsanwalt daher bevollmächtigen, „die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass zügig mit der Sanierung begonnen werden kann“.

Der Hauptausschuss tagt am kommenden Dienstag, 6. Mai, ab 19.30 Uhr in der Kommunalen Halle (Am Markt 1). Auf der Tagesordnung steht außer den CDU-Anträgen auch ein Antrag der FWB zur Haushaltskonsolidierung. Unter anderem schlägt die FWB vor, bei Großveranstaltungen Gebühren für den Parkplatz an der Wassermühle am See sowie eventuell eine Zweitwohnungs- und eine Pferdesteuer zu erheben. Auf der Tagesordnung der Sitzung stehen darüber hinaus die  Entwicklung der Sozialleistungen und der Personalbericht der Verwaltung. Zu Beginn der Sitzung erhalten Bürger die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
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