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Nach Aufruf der Gemeinde : Die Bokholter spenden für ein Feuerwehrauto

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bis Mitte Januar waren etwa 5000 Euro zusammengekommen. Der Kauf ist jetzt Thema auf der Jahreshauptversammlung.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 10:00 Uhr

Barmstedt | In Zeiten knapper Kassen muss eine Gemeinde manchmal unkonventionelle Wege gehen. Das gilt auch für Bokholt-Hanredder. Der Ort besitzt eine engagierte Wehr – mit einem allerdings langsam in die Jahre kommenden Fahrzeugbestand. Die drei Fahrzeuge, die jetzt zur Verfügung stehen, sind zwischen 20 und 35 Jahren alt und entsprechen nicht mehr den heutigen Sicherheitsstandards. Ein neues Löschfahrzeug muss her, doch das Geld ist knapp. Aus diesem Grund hatte die Gemeinde im Dezember einen Spendenaufruf gestartet. „Bis Mitte Januar waren etwa 5000 Euro zusammengekommen“, berichtet Bürgermeister Wolfgang Mohr. „Die meisten Spenden stammen von Privatleuten.“ Und die Aktion geht weiter.

Mit den Spenden allein lasse sich das neue Fahrzeug nicht finanzieren. Aber es trage dazu bei, die finanzielle Belastung zu minimieren, heißt es seitens der Gemeinde. Wie teuer die Neuanschaffung insgesamt werde, stehe noch nicht fest: Das hänge wesentlich von der Ausstattung ab. Ebenso wenig stehe fest, welchen Anteil an den Gesamtkosten die Gemeinde trage. Auf der morgigen Jahreshauptversammlung der Bokholter Feuerwehr werde er sich zu dem Thema erneut äußern, kündigte Mohr an.

Die Initiatorin des Spendenaufrufs ist Katrin Weihrauch-Lenz, Vorsitzende des Finanzausschusses. Für die Gemeinde sei es nicht unangenehm, sich mit einer derartigen Bitte an die Bevölkerung zu wenden, sagt sie. „Die Gemeindeordnung sieht dies sogar als mögliche Einnahmeakquirierung vor.“ Sie hoffe zudem darauf, dass größere Unternehmen am Ort zu einer Extra-Spende bereit seien.

Wehrführer Jörn Witt hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass es unumgänglich sei, ein neues Fahrzeug anzuschaffen. Nur so könne die Leistungsfähigkeit der Wehr erhalten und damit die Sicherheit gewährleistet werden. Er denke dabei auch an die hohe „Brandlast“, die im Ort gegeben sei – bedingt durch das hohe Verkehrsaufkommen auf der Landesstraße 75, die Bahnlinie sowie durch den Gewerbehof, die Fachklinik und weitere Einrichtungen. Außerdem wachse der Ort: In Offenau entstehen neue Gewerbefläche und ein Neubaugebiet mit zahlreichen Wohneinheiten.

Gespendet werden kann an die Amtskasse Rantzau, IBAN: DE42 200 300 00 0649909 066. Der Verwendungszweck lautet: Spende Feuerwehrfahrzeug Bokholt-Hanredder. Die Gemeinde bittet Spender darum,  zusätzlich den Namen und die Adresse anzugeben, damit eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden kann. Zudem werden Interessierte für die Gründung eines „Fördervereins Freiwillige Feuerwehr Bokholt-Hanredder“ gesucht. Ansprechpartner ist Bürgermeister Wolfgang Mohr.

Das neue Fahrzeug soll, so Witt, ein Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (HLF 10/6) in der Größe von zwölf bis 14 Tonnen sein, mit einem Fassungsvermögen von 1200 Litern Wasser. Im Feuerwehrgerätehaus stehen drei Fahrzeuge, die 34, 29 und 20 Jahre alt sind. Dazu zählen ein Tragkraftspritzen-Gerätewagen, der vorzugsweise für technische Hilfeleistungen eingesetzt wird und für sechs Feuerwehrmänner ausgelegt ist, sowie ein Tanklöschfahrzeug (TLF 8/18) mit einem 1800-Liter-Tank. „Der Gerätewagen soll ausgemustert werden. Das TLF 18/8 und der VW-Bus, über den wir verfügen, bleiben im Stall“, sagt der Wehrführer.

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