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Haustarif im Seniorenheim : Die Belegschaft stimmt Verhandlungen zu

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Seniorenheim Barmstedt/Rantzau: Beratungen über Haustarif könnten beginnen – es fehlt aber noch das Okay der Verdi-Zentrale.

shz.de von
erstellt am 27.Mär.2015 | 14:15 Uhr

Barmstedt | Die Belegschaft des Seniorenheims Barmstedt/Rantzau hat den Verhandlungen über einen Haustarif zugestimmt. Das teilte Verbandsvorsteherin Heike Döpke nach der jüngsten Versammlung des Zweckverbands mit. „Die Voraussetzungen vor Ort sind geschaffen worden“, sagte sie. Begonnen haben die Verhandlungen laut Döpke aber noch nicht: „Es fehlt nach wie vor das Okay von der Verdi-Bundesverwaltung in Berlin“, berichtete sie. Die Belegschaft hatte zuvor überlegt, ob sie in die Gewerkschaft eintritt, um sich bei den Verhandlungen von Verdi beraten zu lassen.

Aufgrund der hohen Fehlbeträge, die das Heim in den vergangenen Jahren verbuchte, hatten Verbandsversammlung, Geschäftsführung und Mitarbeiter über Sparmöglichkeiten beraten. Mit dem anvisierten Haustarif soll das Einkommen als solches nicht verringert werden, so Döpke. Verhandeln könne man mit einem Haustarif aber über eine Reduzierung des Weihnachtsgelds und erfolgsabhängiger Sonderzahlungen. Die Personalkosten stellen den höchsten, nicht disponiblen Kostenfaktor des Heims dar.

„Die Mitarbeiter haben zugestimmt, dabei mitzumachen. Sie haben sich organisiert und sind bereit“, so die Verbandsvorsteherin. Die Hoffnung sei es gewesen, so schnell wie möglich mit den Verhandlungen zu starten. Denn nach wie vor stehen auch noch die Kündigungen der Zweckverbandsmitglieder Langeln und Bevern im Raum. „Wichtig ist es jetzt, so schnell wie möglich Klarheit zu bekommen“, so Döpke. Sie betonte aber auch, dass der Tarifvertrag auf Gegenseitigkeit beruhe: „Unsere Forderung lässt sich leicht in Geld bemessen, die Forderung der Mitarbeiter wird eine andere sein.“ Komme das Okay aus Berlin, würden sich auf Arbeitgeber- und auf Arbeitnehmerseite Verhandlungskommissionen bilden und anschließend in die Verhandlungen einsteigen.

Wie angekündigt, sei das Seniorenheim außerdem mit den Kassen in die Pflegesatzverhandlungen eingestiegen. „Der genaue Termin, an dem wir mit den Kassen verhandeln, steht aber noch nicht fest“, berichtete Döpke. Verhandelt würde zudem nicht über den Investitionskostenanteil.

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