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Weidkamp : „Die Bäume stehen viel zu dicht“

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Anwohner wünschen sich mehr Parkplätze – dafür sollen mehrere Eichen weichen. Ärger über die öffentliche Stellfläche.

shz.de von
erstellt am 24.Mai.2014 | 14:30 Uhr

Barmstedt | Beim Informationsabend über den für 2015 geplanten Ausbau des Weidkamp schlugen die Wogen hoch. Die Anwohner, die auf Einladung der Verwaltung in die Kommunale Halle gekommen waren, beschwerten sich vor allem darüber, dass alle Bäume im westlichen Bereich der Straße stehen bleiben sollen. Sie forderten stattdessen, einige zu fällen und auf dem Grünstreifen Parkbuchten einzurichten.

Alle Eichen seien in gutem Zustand, weshalb sie stehen bleiben sollten, hatte Dirk Rennekamp (Verwaltung) erläutert. Was nicht gut ankam. „Die Bäume stehen viel zu dicht, die können sich gar nicht mehr entfalten“, sagte Anwohner Heinz Jäger. Außerdem werde der darunter liegende Grünstreifen nicht gepflegt und liege ständig voll Hundehaufen. Die Fahrbahn sei zudem meist so zugeparkt, dass Begegnungsverkehr schwierig sei. „Da muss man schon mit dem Pkw extrem zirkeln – wie soll das denn im Ernstfall die Feuerwehr schaffen?“, sagte ein Anwohner. Zusätzliche Parkplätze könnten daher nicht schaden.

Nachdem sich die Anwohner noch heftig über die Politiker aufgeregt hatten, die ihrer Meinung nach Schuld an der Entscheidung hatten, mischte sich Ortwin Schmidt (CDU) ein, der den Abend als Bauausschussvorsitzender verfolgte. Er werde „das deutliche Stimmungsbild“ mit in den Ausschuss nehmen, erklärte er. „Wir werden das Thema Bäume noch behandeln – darüber ist noch nicht entschieden.“

Für weiteren Ärger sorgte der städtische Stellplatz, auf dem acht Autos Platz finden. „Warum macht die Stadt den nie sauber?“, fragte Sandra Jäger. „Wir wohnen da jetzt seit acht Jahren, und es ist noch nie was gemacht worden.“ Auch das werde er aufnehmen und weitergeben, sagte Rennekamp. „Es hat aber mit dem Ausbau nichts zu tun.“ Den wiederum betraf die Frage, ob der Weidkamp als Anlieger- oder als Durchfahrtstraße eingestuft ist. Im ersten Fall müssten die Anwohner 75 Prozent, im zweiten Fall 50 Prozent der Ausbaukosten (abzüglich der Kosten für die Sanierung der Leitungen) tragen. Laut des Verkehrsgutachtens von 2011 gelte der Weidkamp als Anliegerstraße, sagte Rennekamp – was erneut für Unmut sorgte. „Hier fahren aber jetzt auch viele durch, die zum Neubaugebiet wollen“, meinten die Anwohner. Für eine aktuelle Einstufung der Straße wäre es notwendig, den Verkehr erneut zu zählen, sagte Rennekamp. Und im Zweifel gelte: „Sie können gegen alles klagen.“

Der Weidkamp wird 2015 auf voller Länge (etwa 280 Meter) zwischen Krützkamp und dem Beginn der Spurbahn Jittkamp ausgebaut. Der Abwasserzweckverband wird die maroden Regen- und  Schmutzwasserkanäle, die Stadtwerke werden die Strom-, Gas-, und Wasserleitungen erneuern. Die Stadt saniert anschließend die Fahrbahndecke. Die Peitschenlampen werden durch LED-Laternen auf der anderen Straßenseite ersetzt. Der Gehweg soll auf beiden Seiten rot, die Einmündung zum Jittkamp aufgepflastert werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich von April bis September dauern.
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