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Barmstedter Zeitung

17. Dezember 2017 | 13:39 Uhr

Bauprojekt : Die Arbeiten an der L75 laufen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Umgehungsstraße in Barmstedt für mehrere Monate gesperrt. Einbahnstraße in der Innenstadt eingerichtet.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Langsam rattert die Fräse den Mühlenweg entlang. Unter den kritischen Augen der Bauarbeiter fliegen kleine Asphaltbrocken durch die Luft und landen auf der Ladefläche eines Lasters. Per Hupe signalisiert der Fahrer der Fräse dem Lkw-Fahrer, wenn er ein Stück nach vorn fahren soll. Auf der Kreuzung Heederbrook/Kampstraße/Mühlenweg/Spitzerfurth ist es ruhiger. Dort entlädt ein Radlader einen mit Rohren beladenen Lkw. Immer wieder nähern sich Autofahrer der Baustelle, die die Sackgassen-Schilder offenbar ignoriert haben. Eine Anwohnerin dreht sich kopfschüttelnd um, während der nächste Fahrer am Spitzerfurth drehen muss. Gestern haben die Bauarbeiten an der Landesstraße 75 (L75) in Barmstedt begonnen.

Der Tag eins der Baustelle auf der L75 stand ganz im Zeichen der Umgewöhnung. Denn seit gestern ist nicht nur die Barmstedter Umgehungsstraße zwischen dem Kreisel an der Pinneberger Landstraße und dem Abzweig Hamburger Straße/Mühlenweg gesperrt. Auch die Reichenstraße ist zwischen der Bahnhofstraße und der Feldstraße stadtauswärts zur Einbahnstraße geworden.

Tausende Autofahrer müssen sich nun täglich einen neuen Weg suchen. Laut LBV wird der betroffene Abschnitt der L75 von etwa 6600 Autos täglich befahren. Zahlreiche Autofahrer hatten die neuen Regelungen gestern im Blick. Dennoch gab es an der Einmündung Feldstraße/Reichenstraße immer wieder abgebrochene Abbiegemanöver, ratlose Blicke und auch einige Falschfahrer zu beobachten. Die Einbahnstraße ist nach Absprache der Barmstedter Polizei mit der Stadt und dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV) Itzehoe eingerichtet worden, um Rückstaus in der Reichenstraße und Feldstraße zu vermeiden und das Risiko gefährlicher Situationen bei erhöhtem Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

Im ersten Schritt haben der LBV und die Baufirma Eurovia gestern mit den Arbeiten auf der Kreuzung Heederbrook/Kampstraße/Mühlenweg/Spitzerfurth sowie im Bereich des Mühlenwegs zwischen Heederbrook und Hamburger Straße begonnen. Die Arbeiten im Kreuzungsbereich – dem ersten Bauabschnitt – sollen laut einer Anlieger-Information seitens des LBV bis Freitag, 21. April, dauern. Die Arbeiten auf dem Mühlenweg – dem zweiten Abschnitt – laufen bis zum 3. Juli. Im dritten Bauabschnitt soll ab dem 3. Juli bis zum 21. Juli im Spitzerfurth zwischen dem Kreisverkehr und dem Ede-Menzler-Weg gearbeitet werden. Im vierten Bauabschnitt soll dann die Strecke zwischen Ede-Menzler-Weg und Heederbrook folgen. Die Arbeiten sind zwischen dem 21. Juli und Anfang September geplant. Auf der Hamburger Straße müssen sich Autofahrer laut LBV ab dem 24. Juli auf Behinderungen einstellen: Dann wird im fünften Bauabschnitt die Strecke zwischen Mühlenweg und Schusterring saniert. Die Arbeiten sollen bis zum 7. August dauern. Im Anschluss folgt mit dem Abschnitt zwischen dem Schusterring und der Hoffnunger Chaussee das letzte Teilstück. Die Arbeiten sollen bis zum 28. August dauern.

Während der Bauarbeiten ist die L75 innerhalb Barmstedts für den Verkehr gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird während der ersten fünf Bauabschnitte über Bevern, Ellerhoop und Hemdingen umgeleitet. Entsprechende Schilder sind in den vergangenen Tagen überall im Barmstedter Umland aufgestellt worden – unter anderem in Ellerhoop, Quickborn und Lutzhorn.

Während eines Termins in der Straßenmeisterei Quickborn hatte sich Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) am Dienstag über die Bauvorhaben des LBV Itzehoe informiert. „Wir wissen, dass wir damit einmal mehr viele Anwohner, Pendler und Gewerbetreibende vor eine Geduldsprobe stellen – aber die Sanierungen sind unvermeidlich, wenn der Hamburger Rand und die Westküste auch noch in zehn Jahren sicher und gut vernetzt sein wollen.“ Die Einschränkungen sollten so gering wie möglich gehalten werden. Dennoch könne man nicht alle Wünsche erfüllen, so der Minister. „Wir machen aber so viele Kompromisse wie möglich“, bekräftigte er. Eine Lösung solle noch für die Einfahrt zum Hans-Dössel-Weg gefunden werden. Nach der bisherigen Planung wäre sie drei Monate lang dicht. „Das geht nicht. Da müssen auch Pflege- und Rettungskräfte durch“, sagte der Barmstedter Stadtvertreter Ortwin Schmidt (CDU).

Alle wichtigen Informationen zu den Baustellen und Verkehrsbehinderungen finden Sie auch im großen shz.de-Baustellendossier zur L75.

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