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Barmstedt/Bokholt-Hanredder : Die AKN nimmt Schranken in Betrieb

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zwei Bahnübergänge in Barmstedt und Bokholt-Hanredder sind jetzt zusätzlich gesichert. Die Umsetzung dauerte fast zweieinhalb Jahre.

shz.de von
erstellt am 04.Mär.2016 | 12:15 Uhr

Barmstedt | Die Schranken sind da: Knapp zweieinhalb Jahre nach dem tödlichen Unfall an einem AKN-Übergang in Barmstedt hat die AKN gestern Vormittag die neue Technik an den Übergängen Bornkamp und Beim Reihergehölz/Waldstraße offiziell in Betrieb genommen. Die Arbeiten hätten etwa 500.000 Euro gekostet, sagte AKN-Vorstand Wolfgang Seyb. Die Kosten teilen sich die AKN, das Land sowie Stadt und Gemeinde zu je einem Drittel. „Da wir noch Zuschüsse bekommen, sind wir aber nur mit 40.000 statt mit 170.000 Euro dabei“, erklärte Barmstedts Stadtsprecher Wolfgang Heins. Die Gemeinde Bokholt-Hanredder wird etwa 5000 Euro zahlen müssen.

Mittlerweile seien mehr als 80 Prozent der AKN-Übergänge beschrankt, sagte Vorstand Wolfgang Seyb. Allein auf der Strecke Ulzburg – Elmshorn seien in den vergangenen Jahren 13 Übergänge auf diese Weise zusätzlich gesichert worden. „Jetzt sind nur noch wenige Übergänge auf Nebenstrecken unbeschrankt“, sagte Seyb. Sie würden regelmäßig überprüft.

Bereits kurz nach dem tragischen Unfall, bei dem am 3.  Oktober 2013 am Übergang Bornkamp ein Mofafahrer gestorben war, hatte die Stadt bei der AKN auf Schranken gedrängt. Im Rahmen einer Unterschriftenaktion hatten auch 1900 Bürger eine Beschrankung gefordert. Dass es bis zur Umsetzung mehr als zwei Jahre dauerte, sei dem aufwändigen Planungsverfahren geschuldet, sagte Seyb. „Wir mussten die Eigentumsverhältnisse klären, die Anwohner anhören und Genehmigungen der übergeordneten Behörden einholen.“ Im Oktober 2015 konnten die Arbeiten schließlich starten. „Dann kam uns noch das Wetter dazwischen, und es mussten zusätzliche Rohre verlegt werden“, sagte Seyb. Das seien aber „kleine Verzögerungen gewesen“, wie Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) erklärte. „An sich lagen wir im Zeitplan. Das Vorhaben war von vornherein auf zwei Jahre angelegt.“

Während sich Döpke und Bokholts Bürgermeister Wolfgang Mohr (CDU) über die erhöhte Sicherheit freuten, waren Anwohner der Waldstraße, die die Einweihung verfolgten, nicht überzeugt. „Ich finde die Schranken überflüssig – man kann doch aufpassen“, sagte ein älterer Herr. Mohr dagegen verwies darauf, dass der Verkehr zugenommen habe und auch viele Schulkinder die Straße nutzten. „Aus unserer Sicht hat sich die Investition daher gelohnt.“

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