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Immer die Schusterstadt im Sucher : Diamantene Hochzeit in Barmstedt

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Diamantene Hochzeit: Eva und Peter Steenbuck sind seit 60 Jahren verheiratet. Gemeinsam pflegen sie das Hobby der Fotografie.

Barmstedt | Eva (81) und Peter Steenbuck (82) feiern am Donnerstag ihre Diamantene Hochzeit. Die beiden sind bekannt in Barmstedt und selten ohne Kamera zu sehen. Sie dokumentieren alles, was in der Stadt passiert und durchstreifen mit der Kamera gerne die Natur. Ihr Fotoarchiv ist gewaltig, viele Barmstedter haben ihre alten Fotos Peter Steenbuck vermacht, der als Mitglied der örtlichen Geschichtswerkstatt viel zur Geschichte Barmstedts beitragen kann. Zudem wird er häufig von Gruppen für Stadtführungen gebucht.

Als geborener Barmstedter kennt er von nahezu jedem Haus die Geschichte. Beliebt sind auch seine informativen und kurzweiligen Vorträge in Wort und Bild von alten Zeiten. Auch Ausstellungen von Alt-Barmstedt hat er gezeigt. Gemeinsam mit Claudia Kollschen veröffentlichte er das Buch „Die Schusterstadt Barmstedt“. Auch das Buch „Ausflugsziel und Erholungsort Barmstedt“ gab Steenbuck heraus.

Begehrtes Sammlerobjekt

Mit Ehefrau Eva veröffentlichte er eine Foto-Nachlese von der 850-Jahr-Feier Barmstedts und den Fotoband „Zeitsprünge“. Eva Steenbuck erstellt seit 28 Jahren Fotokalender mit Barmstedt-Motiven, die für viele ein begehrtes Sammlerobjekt sind. Sie ist bei den Landfrauen Mitglied, für die sie von Veranstaltungen Fotos für die Homepage liefert. Beide sind Mitglied in der Freien Wählergemeinschaft im Verein Humburg-Haus und im BMTV.

Eva Steenbuck stammt aus Stettin, von wo aus sie 1945 mit ihrer Mutter als Achtjährige nach Barmstedt floh und in der Gärtnerei Drath in der Königstraße 7 Unterschlupf fand. Mit dem Nachbarjungen Peter Steenbuck, der einige Häuser weiter wohnte, spielte sie auf der Straße „Kibbel Kabbel“.

Beide besuchten die Kindertanzschule und sangen als Realschüler im Schulchor. Sie verliebte sich in ihren Peter und dachte: Der oder keiner.“ Als sie mit der Familie nach Hamburg zog, durfte sie häufig ihre Freundin Ingrid in Barmstedt besuchen – und natürlich Peter. Dieser lernte bei August Sommerfeld Drogist. Ihn faszinierte die Dunkelkammer des Geschäfts, in der die Rollfilme in großen Steinbottichen entwickelt wurden.

Im zweiten Lehrjahr, in dem er 40 DM pro Monat verdiente, hatte er seine erste Kamera – der Grundstock für seine Hobby-Leidenschaft. Nach dem Theater spielen in der Barmstedter Speeldeel in der 50er Jahren war er langjährig Ausbilder und Stabführer im Spielmannszug des BMTV. 1957 heirateten die beiden im damaligen Barmstedter Hof. Sie wohnten zunächst in drei Räumen ohne Badezimmer in der Königstraße, wo Tochter Petra und danach Sohn Uwe geboren wurden.

In der Zinkwanne gebadet

„Das Plumsklo war im Garten, und unsere Kinder wurden vor dem Ofen im Wohnzimmer in der Zinkwanne gebadet, weil es dort warm war“, so Eva Steenbuck. 1960 zog die Familie in das großväterliche Haus von 1911 in die Kampstraße, das Steenbuck in jahrelanger Arbeit um- und anbaute. Steenbuck arbeitete als Exportkaufmann in Uetersen und war dort auch Werksfotograf. Ehefrau Eva war bei Zeigmeister als Lohnbuchhalterin tätig und arbeitete später bei Woll-Thies. Ruhestand kennen die beiden bis heute nicht.

„Wir lieben Barmstedt und halten alles, was sich baulich verändert sowie Veranstaltungen mit der Kamera fest“, so Eva Steenbuck. Zurückblickend auf die 60 gemeinsamen Jahre sagte sie: „Es waren schöne, erlebnisreiche Jahre, von denen wir keine Minute missen möchten.“ Das Paar hat drei Enkel und einen Urenkel.

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erstellt am 14.Jun.2017 | 16:10 Uhr

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