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Barmstedter Zeitung

22. November 2017 | 23:26 Uhr

Skulpturenpark : Der Zuschuss auf der Kippe

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Stadtwerke erwägen, Fördermittel für das Kunst-Event zu reduzieren. Ausschuss: Stadt hat auch kein Geld.

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Fällt der Skulpturenpark auf der Schlossinsel Rantzau im nächsten Jahr kleiner aus als sonst? Diese Befürchtung steht nach einer Vorlage der Verwaltung im Raum, wonach die Stadtwerke ihren Zuschuss um 2500 Euro – von 3000 auf 500 Euro – kürzen werden. Auf Anfrage unserer Zeitung betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Fred Freyermuth jedoch, es sei noch nichts entschieden. Der Zuschuss werde „hausintern in Absprache mit der Verwaltung festgelegt“, sagte er und erklärte: „Ob und in welchem Umfang wir den Skulpturenpark im nächsten Jahr unterstützen, steht noch gar nicht fest.“

Fakt ist: Sollte der Zuschuss stark gekürzt werden, steht die Veranstaltung zumindest in ihrer bisherigen Form auf der Kippe. Sie habe schon „diverse Sponsoren angefragt“, um die drohende Kürzung aufzufangen, sagte Organisatorin Karin Weißenbacher im jüngsten Kulturausschuss, der über das Thema beriet. Doch ohne Erfolg. „Vielleicht sollte die Stadt da mal aktiv werden“, schlug Weißenbacher vor – schließlich profitiere auch die Stadt von der „großen Anziehungskraft“ des Parks. Sie erhebe schon Umlagen von den Künstlern, aber es müssten unter anderem auch die Musiker finanziert werden.

Der Vorschlag, dass die Stadt die mögliche Kürzung übernimmt, stieß bei den Politikern nicht auf Gegenliebe. „Die Stadt kann nicht immer einspringen, wenn ein Sponsor abspringt“, sagte Ernst-Reimer Sass (CDU). Er habe immer das Fünf-Millionen-Euro-Defizit vor Augen, das die Stadt vermeiden müsse, um nicht unter den Rettungsschirm des Landes zu kommen. Christian Schönfelder (FWB) erklärte, die Politik habe einst beschlossen, den Skulpturenpark nicht zu fördern, „und dabei sollte es bleiben. Es ist zu einfach, Anträge an die Stadt zu stellen, statt selbst Sponsoren zu suchen.“ Und sollte das erfolglos bleiben, „muss man eben das Konzept etwas verschlanken“.

„Eines der größten Events in Barmstedt“

Günter Thiel (BALL) sprach sich für einen höheren Zuschuss durch die Stadt aus. „Der Skulpturenpark ist eines der größten Events in Barmstedt, und wir sollten alles tun, damit diese qualitativ wertvolle Ausstellung weiterlaufen kann“, sagte er.

Auf Antrag von Claus-Peter Jessen (Grüne) wurde die Beratung auf die nächste Ausschusssitzung vertagt. Dann soll Weißenbacher eine Übersicht über die gesamte Finanzierung des Skulpturenparks vorlegen. Zudem wollen die Politiker dann darüber beraten, ob ein wasserdichter Faltpavillon für die Überdachung der Außenbühne gekauft wird. Die bisherige, „einfache Überdachung“ sei bei Wind nicht besonders stabil und nicht zu 100 Prozent wasserdicht, so Weißenbacher. Ein neuer Pavillon würde etwa 800 Euro kosten. Der Ausschuss tagt am Dienstag, 7. November, ab 19.30 Uhr in der Kommunalen Halle.

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