Fußballverein : Der SSV Rantzau zieht eine positive Bilanz für 2017

 Für den SSV Rantzau beginnt eine neue Ära, wenn auf dem neuen Kunstrasen gespielt werden kann. Das wird voraussichtlich im September der Fall sein.
Für den SSV Rantzau beginnt eine neue Ära, wenn auf dem neuen Kunstrasen gespielt werden kann. Das wird voraussichtlich im September der Fall sein.

Sowohl in sportlicher als auch in finanzieller Hinsicht ist das vergangene Jahr für den Sportverein „gut gelaufen“.

shz.de von
17. Januar 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Der Vorsitzende des SSV Rantzau, Hans Hansen, legt eine positive Bilanz des Jahres 2017 vor – sowohl in sportlicher wie auch finanzieller Hinsicht. Im sportlichen Bereich haben die 1. und 2. Herren sowie die Frauen sich gute Chancen auf den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse erarbeitet. Des Weiteren hat der SSV den B- und A-Jugendlichen drei gute Teams – und die Jugendabteilung ist in der Winterrunde Gastgeber für 14 Hallenspieltage des Hamburger Fußballverbandes. Zudem weist die große Schiedsrichterabteilung mehr als 2000 geleitete Spiele ohne Ausfall auf. „Das alles ist hervorragend“, stellt Hansen fest.

Das große Zukunftsprojekt, der Bau des Kunstrasens auf D2, hat entscheidende Fortschritte gemacht und soll in diesem Jahr realisiert werden. Dem angepeilte Ziel der Mitgliederversammlung, 50 000 Euro an Eigenkapital zu sammeln, hat man sich stark angenähert. Bereits zum Jahreswechsel wurde die Grenze von 40.000 Euro überschritten. „Viele Mitglieder, Ehemalige, Freunde und Sponsoren sowie nahezu alle Mannschaften des Vereins haben ihren Beitrag geleistet“, so der SSV-Chef. „In diesem Jahr werden wir den Rest aufbringen.“

Erfreulicherweise ist es dem Vorstand gelungen, viel höhere Zuschüsse für den Verein herauszuholen. In 2017 waren bereits die Zuschussanträge vom Kreis Pinneberg und der Stadt Barmstedt über jeweils 108.100 Euro bewilligt worden. Nachdem der Vorstand erfahren hatte, dass der Landessportverband (LSV) für Projekte in 2018 seinen Zuschuss von 50.000 auf 90.000 Euro erhöhen würde, haben wir gewartet, bis dies beschlossen war“, berichtete Hansen. „Mittlerweile haben wir diesen Zuschussantrag gestellt und es ist recht sicher, dass die Mittel bewilligt werden, da sie an den Kreiszuschuss gekoppelt sind.“

Noch erfreulicher aus Sicht des SSV war jedoch, dass beim Innenministerium in Kiel neue Richtlinien unter anderem zur Förderung des Sportplatzbaus herausgegeben wurden. In ausgezeichneter guter Kooperation mit der Stadt Barmstedt wurde der Antrag beim Innenministerium gestellt. Im Haushalt der Stadt sind zusätzliche 142.000 Euro an Zuschuss für den SSV Rantzau eingeplant, sofern der Antrag bewilligt wird.  Durch den erhöhten LSV-Zuschuss und die Weitergabe des Sonderzuschusses des Landes erhielte der Verein insgesamt 448.100 Euro an öffentlichen Zuschüssen.

Baubeginn für April geplant

Wenn es so kommt, muss der Verein die Differenz zu den Baukosten von etwa 550.000 Euro sowie weitere rund 25.000 Euro (Zwischenfinanzierung von Kreis- und LSV-Mitteln, Ausgleichszahlung auf Öko-Konto), also etwa 127.000 Euro, aufbringen. Davon 50.000 an Eigengeld, 27.000 Euro durch Eigenleistung und den Rest als zinsloses Darlehen. Die Ausschreibung des Kunstrasenbaus ist Anfang Januar durch das Architektenbüro Uwe Richter erfolgt. Es schließt sich die Auftragsvergabe an, sofern die Angebote akzeptabel sind. „In der Ausschreibung gehen wir von einem Baubeginn ab Mitte April aus“, so Hansen.

„Wenn wir den Baubeginn kennen, müssen wir etwa 14  Tage vorher unsere Eigenleistungen abgeschlossen haben. Das wird durch konzentrierten Arbeitsdiensteinsatz ganzer Mannschaften an zwei Wochenenden zu schaffen sein.“ Der SSV Rantzau-Chef rechnet fest damit, dass mit dem Saisonbeginn im September der Kunstrasenplatz trainings- und spielbereit ist.

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