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Brande-Hörnerkirchen : Der Seniorenkreis wirbt um mehr Gäste

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Besucherzahl in Hörnerkirchen ist in den vergangenen Jahren gesunken. Organisatoren setzen auf Werbung und gutes Programm.

Brande-Hörnerkirchen | Seit neun Jahren sind Heike und Johannes Jensen die Ansprechpartner für die Senioren in Hörnerkirchen und Osterhorn. Doch trotz aller Routine ist die ehrenamtliche Arbeit nicht einfacher geworden. Wobei es weniger der organisatorische Aufwand ist, der dem Ehepaar Probleme bereitet, sondern eher die Einstellung der Senioren. Mindestens 60 Jahre muss alt sein, wer an den Aktivitäten des Seniorenkreises teilnehmen möchte. Doch die „60er“ lassen sich kaum einmal blicken. „Die gehen doch fast alle noch allein auf Tour“, sagt Johannes Jensen. Und selbst der ein oder andere 80-Jährige würde sich noch zu jung für einen Seniorenabend fühlen.

Dabei bietet Hörnerkirchens Seniorenkreis ein abwechslungsreiches Programm. Es gibt „Klassiker“ wie Spargel- und Karpfenessen, sowie Sommerfest und Weihnachtsfeier. Auch die Elmshorner Speeldeel schaut seit Jahren zweimal pro Jahr auf Einladung der Jensens in der Gaststätte „Zur Tankstelle“ vorbei. Doch in dem Stammlokal des Seniorenkreises wird auch immer wieder einmal Neues geboten. So vor kurzem zum Jahresauftakt, als sich die Senioren im Rahmen einer Frühstücksrunde von zwei Fachleuten über Hörgeräte informieren lassen konnten.

Heike (68) und Johannes (70) Jensen sind selbst im besten Seniorenkreis-Alter und wissen entsprechend genau, welche Themen gut ankommen. „Zu viel Ernstes ist nicht gefragt“, erklärt Heike Jensen. In der Regel sollten Spaß und Geselligkeit im Vordergrund stehen. Zu den meisten Veranstaltungen würden sie überwiegend Stammgäste begrüßen, neue Senioren seien „wirklich schwer zu erreichen“. Daher wurden im Januar erstmals über 600 Haushalte mit dem aktuellen Jahresprogramm versorgt. Und auch Auswärtige sind beim Seniorenkreis Hörnerkirchen/Osterhorn stets herzlich willkommen. „Als wir anfingen, gab es sogar noch eine Warteliste für Tagesfahrten“, erinnert sich Heike Jensen. „Davon sind wir heute weit entfernt.“ Meist seien es rund 35 Personen, die derzeit mit auf Tour gingen.

Finanziell ist der Seniorenkreis nicht auf Rosen gebettet. Es gebe „ein kleines Budget von der Gemeinde Hörnerkirchen“, erläutert Heike Jensen. Doch das Geld gehe meist schon für Details wie die Tischdeko drauf. Wobei Ehemann Johannes sogar selbst gebastelte Kerzen- und Serviettenhalter beisteuere. Trotz der nicht einfachen Rahmenbedingungen werde gern einmal über die Angebote gemeckert. „Manchmal hat man schon die Faxen dicke“, gibt Heike Jensen zu. Doch generell überwiege der Spaß an der Arbeit. „Und es gibt auch viele positive Rückmeldungen.“

Falls es den Jensens doch einmal zu viel wird, können sie theoretisch von einem auf den anderen Tag die Brocken hinwerfen. „Wir wurden nicht gewählt, insofern müssen wir auch keine Fristen einhalten“, sagt Johannes Jensen. Doch wer das Ehepaar kennt, kann sich kaum vorstellen, dass der Seniorenkreis von heute auf morgen ohne Führung dasteht. Dafür sind die Jensens schlichtweg zu pflichtbewusst.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 16:00 Uhr

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