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Zustimmung aus der Politik : Der Kunstrasen kann kommen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Politiker stimmen dem SSV-Projekt zu. Kritik gibt es von den Grünen.

Barmstedt | Nach langem Hin und Her haben die Barmstedter Stadtvertreter jetzt doch noch grünes Licht für den vom SSV Rantzau gewünschten Kunstrasenplatz an der Düsterlohe gegeben. 14 der 17 anwesenden Politiker stimmten am Dienstag dafür. Die Grünen und Annette Bremer-Wilms (SPD) lehnten das Vorhaben ab. Überwiegend aus ökologischen Gründen, wie Claus-Peter Jessen (Grüne) anführte. „Vor allem die Versiegelung und die Entsorgung sehen wir kritisch.“

Die Stadt wird demnach 20 Prozent der förderfähigen Kosten – derzeit voraussichtlich 525.000 Euro – sowie den jährlichen Zinszuschuss für ein Teildarlehen in Höhe von 75.000 Euro übernehmen. Darüber hinaus wird die Stadt sich mit 50 Prozent an den Kosten für die jährliche Generalüberholung der Plätze beteiligen. Ab 2019 soll dieser Betrag auf maximal 3500 Euro gedeckelt werden. Da der städtische Zuschuss nicht gedeckelt sei, sondern prozentual von den Gesamtkosten abhänge, sehe sie ein zu großes Risiko für die Stadt un damit die Steuerzahler, sagte Bremer-Wilms. „Wenn die Baukosten steigen, was ja schon passiert ist, steigt auch unser Beitrag“, sagte sie. Das läge aber in der Natur der Sache, erklärte Bürgervorsteher Christian Kahns (FWB). „Der Kreis gibt das mit den Sportförderrichtlinien vor.“ Zudem würden Zuschüsse ja auch sinken, wenn sich die Kosten reduzieren sollten. Doch daran glaubt im Barmstedter Fall auch FWB-Fraktionschef Michael Schönfelder nicht. „Es kommen noch Kosten für den Bauantrag hinzu, und wer weiß, ob nicht noch irgendwelche Bodenuntersuchungen erfolgen müssen.“ Der Kreis werde aber „ein Auge darauf haben, dass das Maß eingehalten wird“, sagte Peter Gottschalk (FWB). Zudem wäre die Alternative ein dritter Rasenplatz gewesen, wie Ortwin Schmidt (CDU) ergänzte. „Von daher ist der Kunstrasen aus unserer Sicht die richtige Lösung, die wir voll unterstützen.“ Der SSV hofft, den Platz im Herbst 2018 einweihen zu können. Der Verein sammelt dafür noch Spenden, um den Eigenanteil aufbringen zu können.

Eine weitere Entscheidung fiel über den Bau eines neuen Trinkwasserbrunnens, den die Stadtwerke am Steinmoor planen. Die dafür benötigte, etwa 400 Quadratmeter große Fläche, die sich noch in städtischem Besitz befindet, soll an die Stadtwerke übertragen werden, beschlossen die Politiker einstimmig. Der Brunnen sei notwendig, weil ein anderer Brunnen seit Jahren immer weniger Leistung bringe, wie der Werkausschussvorsitzende Dietrich Tetz (CDU) erklärte. Daher sei es sinnvoll, über einen Ersatz nachzudenken, „zumal die Vorlaufzeit etwa zwei Jahre beträgt“. Die Erkundungsbohrung auf der Fläche sei erfolgreich gewesen; 2018 könne mit dem Bau begonnen werden, so Tetz.

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erstellt am 06.Apr.2017 | 10:00 Uhr

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