Hemdingen/Bilsen : Der Kindergarten soll erweitert werden

Dort, wo derzeit die Fensterfront des Hemdinger GebäudeKomplexes ist, soll der Anbau errichtet werden.
Dort, wo derzeit die Fensterfront des Hemdinger GebäudeKomplexes ist, soll der Anbau errichtet werden.

Dritte Krippengruppe in Hemdingen geplant. Anbau an die Grundschule soll 180.000 Euro kosten. Erste Gemeinden stimmen zu.

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21. Mai 2015, 16:00 Uhr

Hemdingen/Bilsen | Der Kindergarten in Hemdingen soll um eine dritte Krippengruppe erweitert werden. Entsprechende Pläne haben die Gemeinden Hemdingen und Bilsen während der Sitzungen ihrer Gemeindevertretungen am Dienstagabend vorangetrieben. Beide Räte fassten einstimmig Grundsatzbeschlüsse, in Bilsen allerdings mit einer Ergänzung. Um die dritte Krippengruppe mit zehn Plätzen im Gebäudekomplex von Grundschule und Kindergarten unterzubringen, ist laut Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass (HWG) ein Anbau nötig. Die Kosten dafür werden auf etwa 180.000 Euro geschätzt. Da der Kindergarten von vier Amtsgemeinden mitfinanziert wird, werden auch die Gemeindevertretungen Langeln und Heede noch über den Grundsatzbeschluss abstimmen.

Laut Verwaltung des Amts Rantzau sind die derzeit vorhandenen 20 Krippenplätze permanent ausgelastet, zudem stünden mehr als zehn Kinder auf der Warteliste. „Wir kommen nicht drumherum, etwas zu machen“, so Bürgermeister Sass. Aufgrund möglicher Zuschüsse von Bund und Kreis sei die Baumaßnahme schon angemeldet worden. Der Anteil der vier Gemeinden soll bei etwa 20 Prozent der Gesamtsumme liegen, das entspräche rund 30.000 Euro.

In den kommenden Wochen werden auch die Gemeindevertretungen Heede und Langeln über den Grundsatzbeschluss beraten. „Es soll kurzfristig abgestimmt werden“, so Heinz Brandt, Leitender Verwaltungsbeamter des Amts Rantzau. Derzeit gehe er davon aus, dass sich die Gemeinden die übrigen Kosten nach Anzahl der Einwohner untereinander teilen werden. Zudem soll eine Genehmigung zum vorzeitigem Baubeginn beantragt werden, „auch wenn wir die Fördermittel erst nächstes Jahr bekommen“, so Brandt. Ziel sei es, möglichst schon im Sommer zu bauen, um den Anbau Endes Jahres in Betrieb nehmen zu können. „Die Warteliste ist lang“, so der Leitende Verwaltungsbeamte.

Den Bedarf einer dritten Krippengruppe sahen auch die Bilsener Gemeindevertreter während ihrer Sitzung. Sie votierten einstimmig für den Grundsatzbeschluss. Allerdings möchten sie einen wichtigen Passus in den Beschluss eingearbeitet haben. So soll dieser nur für den Anteil der vier Gemeinden von 30.000 Euro gelten, betonte Bürgermeister Peter Lehnert (CDU). Für Bilsen bedeute das Projekt Kosten von ungefähr 6000 Euro. „Diese finanzielle Förderung wird sichergestellt“, so Lehnert. Aber: „Falls Fördermittel ausfallen oder verringert werden, sind nicht automatisch die Gemeinden zuständig“, sagte der Bürgermeister. In so einem Fall müsse neu verhandelt werden. Sparsam haushalten müssten die Gemeinden auf jeden Fall. „Bilsen zahlt etwa 200.000 Euro pro Jahr für Schule und Kindergarten, und die Beträge werden dynamisch ansteigen“, rechnete Lehnert vor. Ein Krippenplatz etwa koste die Gemeinde etwa 6000 Euro pro Jahr.

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