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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 04:34 Uhr

Barmstedt : „Der Job schlaucht ja auch“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Abschied: Gymnasiumleiter Wolf-Rüdiger Salbrecht will am 1. August 2014 in den vorzeitigen Ruhestand gehen.

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 16:23 Uhr

Er hat Barmstedts Gymnasium mit aufgebaut. Jetzt läuft dort sein letztes Schuljahr. Im August 2014 will Wolf-Rüdiger Salbrecht in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Er wird dann 63 sein. „Ich merke seit einiger Zeit das Alter“, sagt er. Und: „Der Job schlaucht ja auch.“ Es sei aber nicht so, dass er dem Land durch seine vorzeitige Pensionierung auf der Tasche liege, betont er. „Das eine Jahr habe ich mir während der vergangenen sechs Jahre angespart.“

1998 wurde Salbrecht als Rektor des gerade gebauten Gymnasiums eingesetzt. Zuvor war er als Ministerialrat in Kiel tätig gewesen. „Ich bin sehr bewusst nach Barmstedt gegangen, weil ich es spannend fand, eine Schule komplett neu aufzubauen. Das war eine ziemlich einmalige Chance.“ Mit zwölf Kollegen und etwa 200 Schülern fing er an. Mittlerweile gehen 60 Lehrer und 780 Schüler in dem seitdem auf mehr als die doppelte Größe gewachsenen Gebäude ein und aus.

Er habe den Bau intensiv begleitet und eigene Ideen einbringen können, sagt Salbrecht, der findet: „Es ist eine sehr attraktive Schule geworden. Mit ausgesprochen engagierten Eltern und Kollegen“ sowie „durch die Bank sehr netten Schülern. Sie sind fleißig und zielstrebig; das macht schon Spaß.“ Wie angenehm sie seien, zeige sich beispielsweise an den Toiletten. „Die sind 15 Jahre alt. Und nicht beschmiert, nichts.“ Inhaltlich habe sich das Gymnasium stets weiterentwickelt und sei oft Modellschule gewesen, sagt Salbrecht und zählt auf: offene Ganztagsschule, Mensa, Schülerlotsen, Y-Modell.

Salbrechts berufliche Laufbahn begann 1969 in Hamburg, wo er Englisch und Geschichte auf Lehramt studierte. Von 1975 bis 1977 absolvierte der gebürtige Ahrensburger sein Referendariat am Gymnasium in Bad Schwartau. Anschließend unterrichtete er bis 1993 am Kreisgymnasium in Bargteheide. 1993 wurde er am Gymnasium Schenfeld erstmals Schulleiter: „Die suchten dringend jemanden.“ 1995 wechselte er ins als Ministerialrat nach Kiel, wo er drei Jahre blieb – bis er nach Barmstedt gerufen wurde.

Aus Ahrensburg habe er eigentlich nie wegziehen wollen, sagt Salbrecht, der sich als „begeisterter Stormarner“ bezeichnet. Mit 21 zog er schließlich doch berufsbedingt nach Bad Oldesloe. Von dort aus habe er nach Schenefeld pendeln wollen. „Aber das war völlig illusorisch.“ Also zog er wieder um: nach Quickborn, wo er nach wie vor lebt. In seiner Freizeit radelt und schwimmt Salbrecht gern, liest und hört Musik. Seine Tochter ist übrigens nicht Lehrerin geworden: Sie arbeitet in der Werbebranche.

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