Sammlung : Der Heimatverband übernimmt den Betrieb des Museums der Grafschaft Rantzau

Feierlich: Heike Döpke übergibt Rainer Adomat den Schlüssel für das Museum.
Feierlich: Heike Döpke übergibt Rainer Adomat den Schlüssel für das Museum.

Die neuen Betreiber wollen das Haus mit Internet ausstatten und den Bestand digitalisieren. Barmstedt bleibt Eigentümer.

shz.de von
18. Mai 2018, 11:50 Uhr

Barmstedt | Die Stadt Barmstedt hat den Betrieb des Museums der Grafschaft Rantzau vertraglich dem Heimatverband für den Kreis Pinneberg übertragen. Eigentümer des Museums ist nach wie vor die Stadt. Der Ausschuss für Kultur, Schule und Sport hatte sich einstimmig für die Kooperation ausgesprochen. Der Hauptausschuss beschloss den Abschluss des entsprechenden Vertrags.

Feierliche Schlüsselübergabe

Dieser wurde während der ersten Vollversammlung des Heimatverbands und der ehrenamtlichen Helfer im Museum von Bürgermeisterin Heike Döpke und dem Verbandsvorsitzenden Rainer Adomat unterschrieben. Unter den Augen der etwa 20 ehrenamtlichen Helfer, darunter etliche Mitglieder der Geschichtswerkstatt sowie Helmut Trede als Leiter des kommunalen Archivs der Stadt Barmstedt und des Amts Hörnerkirchens. Döpke übergab Adomat feierlich den Schlüssel zum Museum. „Die Stadt, der Heimatverband und die ehrenamtlich Engagierten gehen hier eine gemeinsame Aufgabe an“, sagte Adomat. Diese beeindruckende Runde der Helfer sei ein toller Augenblick für das Museum. Er bedankte sich bei der Verwaltung für die zügigen Vorbereitungen.

Bestand soll digitalisiert werden

„Gemeinsam packen wir die Zukunft des Museums an“, sagte er und zählte die Aufgabenfelder auf. Der Bestand müsse erfasst und digitalisiert werden, die künftigen Öffnungszeiten personell abgedeckt, ein Koordinierungskreis gebildet werden. Renate Dorsch aus der Verwaltung berichtete, was baulich abgearbeitet werde oder bereits installiert worden sei. Dazu zähle eine Alarmanlage, Brandschutz, Beleuchtung, Elektrik, Kamera sowie die Überprüfung der Statik und Fenster. Das Museum soll mit EDV, Telefon und Internet versorgt werden. „Ob Kreis, Land oder Nachbarstädte – alle unterstützen uns“, so Dorsch und weiter: „Wir wollen zeigen, dass das Museum lebendig ist.“ Die anstehende komplette Sanierung des ehemaligen Amtsgerichts wird mit Fördermitteln des Landes unterstützt. Der defekte Flügel von 1892 im Museum sei untersucht worden, berichtete Döpke. Der Rahmenbruch, ein typischer Herstellungsmangel, sei ihr mitgeteilt worden. Vielleicht finde sich ja ein Liebhaber, so Döpke. 

„Es ist noch viel zu tun“, sagte Adomat. Zwei der wichtigsten Themen des Museums seien die Geschichte der Grafschaft Rantzau sowie die der Schlossinsel, die deutlich dargestellt werden müssten. Eine klare Zuordnungen der Exponate, Themenschwerpunkte und mögliche Sonderausstellungen würden erarbeitet.

„Mit Hilfe der Ehrenamtler bringen wir frischen Wind in das Museum, machen es modern und attraktiv für die Besucher und wollen mit einem museumspädagogischen Konzept die Neugier auf die örtliche Geschichte wecken, die hoffentlich auch Schulklassen wahrnehmen“, sagte Verbandsvorsitzender Adomat.

Das Museum der Grafschaft Rantzau auf der Schlossinsel öffnet nach längerer Pause über Pfingsten während des Skulpturenparks. Die Öffnungszeiten sind am Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. Mai, von 14 bis 17 Uhr, Pfingstmontag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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