zur Navigation springen

Amt Rantzau : Der Breitbandausbau rückt immer näher

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

CDU-Bundestagsabgeordneter Ole Schröder beim Amt Rantzau: Der Glasfaserausbau könnte im April kommenden Jahres starten.

Barmstedt | Der Breitbandausbau im Amt Rantzau könnte im kommenden Jahr starten. Das haben der Bundestagsabgeordnete Ole Schröder und der Landtagsabgeordnete Peter Lehnert (beide CDU) gestern nach einem Gespräch mit Vertretern des Amts Rantzau bekanntgegeben. Mit dabei waren unter anderem zahlreiche Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden sowie Amtsdirektor Heinz Brandt und Hauptamtsleiter Arne Zentner. Der Baubeginn ist für April 2017 geplant, sagte Brandt. Der Ausbauplan sei sportlich, aber realistisch. Als nächstes sollen in den kommenden Wochen den Gemeinden die Betreibermodelle vorgestellt werden. Auch das Markterkundungsverfahren des Kreises Pinneberg soll in der kommenden Woche vorliegen.

Wie ein fertiges Breitbandnetz aussehen könnte und ob es einen oder mehrere Betreiber geben werde, hänge unter anderem vom Ausschreibungsergebnis und den Gegebenheiten in den einzelnen Kommunen ab, hieß es. Die sind im Amtsbezirk grundverschieden. „Es muss auch nicht auf das Amt Rantzau beschränkt sein“, ergänzte Heedes Bürgermeister Reimer Offermann im Hinblick auf die Kooperation mit dem Amt Elmshorn-Land. Laut dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur können das Wirtschaftlichkeitslückenmodell und das Betreibermodell gefördert werden. Ersteres werde im Amtsbezirk Hörnerkirchen umgesetzt, erläuterte Schröder. Dabei schließt die Kommune die Wirtschaftlichkeitslücke eines Telekommunikations-Unternehmens, das in einem wirtschaftlich eher unattraktiven Gebiet ein Breitbandnetz errichtet. Beim Betreibermodell hingegen werden die Kommunen in die Lage versetzt, selbst die Infrastruktur wie das Glasfasernetz zu errichten, das sie wiederum an die Netzbetreiber verpachten können.

Während des Gesprächs unterstrich Schröder die enorme Bedeutung des Breitbandausbaus. „Die Digitalisierung ist so wichtig wie Straße und Schiene“, sagte er. Die Verfügbarkeit eines Breitbandanschlusses sei heutzutage auch ein Ansiedlungskriterium – sowohl für Gewerbebetriebe als auch für Privatpersonen in Wohngebieten, berichteten mehrere Bürgermeister übereinstimmend. Mittlerweile liege auch der Bescheid über eine Förderung von 50  000 Euro zur Finanzierung von Beratungsleistungen für das Amt Rantzau seitens des Bunds vor, sagte Schröder. „Das ist wichtig, um den Ausbau voranzutreiben.“ Auch Lehnert äußerte sich erfreut über das 2,7 Milliarden Euro schwere Förderprogramm des Bundes, mit dem die Kommunen bei der Planung unterstützt werden. Auch sei es möglich, für den späteren Ausbau eine Förderung zu erhalten. Unterstützende Programme des Landes seien dagegen dürftig, kritisierte Schröder.

Die Ausschreibung soll laut Amtsdirektor Brandt Mitte dieses Jahres starten. Zuvor würden auch die weiteren Förderanträge beim Bund gestellt werden. Eine Auftragsvergabe an den oder die Betreiber könne Ende dieses Jahres erfolgen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 09.Mär.2016 | 17:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen