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Mit kalten Duschen gegen die Hitze : Der BMTV zieht eine positive Bilanz des Stadtlaufs

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Hunderte laufen um die Wette und trotzen den hochsommerlichen Temperaturen.

Barmstedt | Ein gelungenes Lauffest haben Organisatoren und Sportler des 13. Barmstedter Stadtlaufs gestern bei strahlendem Sonnenschein gefeiert. „Für die Läufer war es teilweise zu warm, für die Helfer und Zuschauer aber genau richtig“, berichtete Organisationschef Holger Ray vom Barmstedter MTV (BMTV) nach dem Kinderlauf über 1000 Meter. Wenige Minuten zuvor hatten seine Helfer noch gemeinsam mit Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke den Nachwuchsläufern die Medaillen überreicht und die Urkunden ausgehändigt. Für Ray der erste Moment zum Durchschnaufen, bevor er die Siegerehrungen für die Langstrecke, den Bambini- und den Kinderlauf verfolgte. Parallel wurden auf der Strecke die Absperrungen abgebaut und die Spuren des Stadtlaufs beseitigt.

„Wir hatten rund 890 Anmeldungen für den Stadtlauf und sind mit der Resonanz sehr zufrieden, denn alles was über 700 Finishern liegt, ist für uns gut. Es haben 14 Betriebe an der Firmenwertung teilgenommen. Bei den Schulklassen blieb dagegen noch Luft nach oben, denn bei den älteren Schülern hatten wir nur eine Anmeldung“, zog er eine vorläufige Bilanz. Die Klasse 8b des Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasiums war gemeinsam mit ihrem Klassen- und Sportlehrer Kalli Boller-Rocholl über die fünf Kilometer an den Start gegangen und war damit in diesem Jahr bei den älteren Schülern konkurrenzlos. „Von den 22 Schülern meiner Klasse sind 16 mitgelaufen, jeder in seinem Tempo. Mir gefiel gut, dass die Jungen und Mädchen ihre Klassenkameraden, die später ins Ziel kamen, angefeuert und zum Teil eskortiert haben“, so Boller-Rocholl.

Er habe die beiden letzten Kilometer des Laufes als „ganz schön heiß“ empfunden, wusste sich aber zu helfen, berichtete Boller-Rocholl: „Ich habe jede Dusche auf der Strecke mitgenommen.“ Die hatten zum Teil Anwohner der Laufstrecke am Sonntagvormittag spontan installiert. So auch in der Marktstraße. Dort beklatschten und bejubelten die Anwohner im Gartenstuhl sitzend jeden Läufer, der ihr Grundstück passierte. Wenige Meter dahinter konnten sich die Sportler mit einem kalten Wasserstrahl erfrischen. Zahlreiche Helfer sorgten zudem für einen reibungslosen Ablauf des Stadtlaufs. Die Feuerwehr stellte unter anderem Obst und Mineralwasser als Verpflegung für unterwegs.

Luftig wurde es auch für den Horster Thorsten Pahlke. Der Journalist hatte eine Spendentour durch Schleswig-Holstein zu Gunsten krebskranker Kinder gestartet, hatte aber seine Radtour nicht ganz geschafft. Gestern ließ er sich auf der Schaubühne von drei Friseurinnen, die hierfür jeweils 150 Euro gespendet hatten, den Kopf kahl rasieren. Der zweifache Vater war sich allerdings nicht so sicher, ob er diesen Schritt nicht bereuen wird: „Ich weiß gar nicht, ob sie mich zuhause noch erkennen werden“, sagte er, während die letzten Stoppeln mit einem Rasiermesser entfernt wurden.

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