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Übung in Tornesch : Den Ernstfall überaus real simuliert

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bullenkuhlener Feuerwehrleute trainieren im Brandsimulator und berichten begeistert von ihren Erlebnissen.

shz.de von
erstellt am 11.Aug.2015 | 16:30 Uhr

Tornesch/Bullenkuhlen | Sie waren begeistert, die sechs Atemschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Bullenkuhlen, die eine Übung unter realen Einsatzbedingungen im Brandsimulationscontainer auf dem Gelände der Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch absolviert hatten. „Der Einsatz war etwas Besonderes. Wir wiederholen ihn gerne“, sagten sie. Der riesige Container macht im Rhythmus von zwei Jahren dort Station und schleust knapp 300 Feuerwehrleute durch, die jeweils in Zweiergruppen mit einem Fachmann in den Eingeweiden üben. Und die haben es in sich. Die Feuerwehrgruppen wurden zuvor eingehend von Norbert Carstens, Fachwart Atemschutz Kreis Pinneberg, informiert und darauf vorbereitet, was sie erwartete.

„Die Tür zum Kellereingang ist warm, es brennt, also kurz die Tür öffnen, dreimal kurz Wasser einschießen und Tür wieder schließen“, hieß es etwa. Das eventuell mehrfach wiederholen. Das verhindere eine Rauchgasdurchzündung. Von oben nach unten löschen, das Strahlrohr nicht aus der Hand legen. Im Container brennt die Flamme unter dem Gasrohr. Flammen runterdrücken, jemand schiebert das Gas ab, damit keines nachströmen kann. Die Atemschutzträger erfuhren weitere Details und Tipps. Wenn etwa hinten im Raum ein Sofa brennt, sollen die Feuerwehrleute die Helligkeit nutzen, um den Raum zu erkunden.

Je zwei Feuerwehrleute entern den Brandsimulationscontainer
Je zwei Feuerwehrleute entern den Brandsimulationscontainer
 

„Nicht den gesamten Raum fluten, sondern möglichst dicht an die Feuerquelle rangehen“, riet Carstens. Bei einer großen Wasserabgabe schlage der Wasserdampf auf die Kleidung nieder, und es bestehe eine Verbrühungsgefahr bei der Hitze von 100 bis 400 Grad. Die Atemschutzträger übten vor dem Einstieg in den Simulator den Umgang mit dem Hohlstrahlrohr. Die zweite Gruppe aus Bullenkuhlen übte parallel die Bedienung verschiedener Hydranten. „Wir haben die Übungen gut gewuppt“, so die Atemschutzträger später.

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