Kunstrasenplatz an der Düsterlohe : Dem Ziel einen großen Schritt näher

Die Sportanlage des SSV Rantzau an der Düsterlohe soll einen Kunstrasenplatz erhalten.
Die Sportanlage des SSV Rantzau an der Düsterlohe soll einen Kunstrasenplatz erhalten.

Debatte: Der Hauptausschuss befürwortet das Anliegen des SSV Rantzau, an der Düsterlohe einen Kunstrasenplatz zu errichten.

shz.de von
24. März 2017, 12:14 Uhr

Barmstedt | Die Errichtung eines Kunstrasenplatzes an der Düsterlohe für den SSV Rantzau ist in greifbare Nähe gerückt. Der Hauptausschuss billigte den entsprechenden gemeinsamen Antrag von CDU, FWB, SPD und BALL einhellig mit einer Gegenstimme der Grünen. „Wir sprechen uns hauptsächlich aus ökologischen Gründen, Boden zu versiegeln, dagegen aus“, begründete Claus-Peter Jessen (Grüne).

Der Beschluss geht in die nächste Stadtvertretersitzung. Michael Schönfelder vom FWB erläuterte kurz, wie der Antrag zustande gekommen war. Einer Zustimmung sei damals von der Kommunalaufsicht ein Riegel vorgeschoben worden. „Der Antrag wurde von der Stadtvertretung zwar abgelehnt, aber es gab eine gefühlte Mehrheit“, so Schönfelder, der daraufhin alle Fraktionsvorsitzenden und Vertreter des SSV an einen Tisch setzte. „Irgendwie mussten wir die Kuh vom Eis kriegen“, sagte Schönfelder.

Ihm sei es besonders wichtig gewesen, die Verantwortlichkeit für die Kosten der Erhaltungsmaßnahmen genau zu klären. Gemeinsam sei ein Vertrag ausgearbeitet worden, in dem die finanziellen Verpflichtungen der Stadt und des SSV klar definiert und die Interessen beider Seiten berücksichtigt seien.

Unterstützung durch die Stadt

Michael Schönfelder vom FWB.

Michael Schönfelder vom FWB.

„Mit diesem Vertrag können beide Seiten leben“, sagte Schönfelder. Der Vertrag regelt, dass die Stadt 20 Prozent der förderungsfähigen Kosten für den Neubau des Kunstrasens übernimmt. Zudem übernimmt die Stadt die jährlichen Zinsen für ein Teildarlehen des SSV über 75  000 Euro. Die jährlich anfallenden Kosten der Generalüberholung der Rasenspielflächen werden mit 50 Prozent der nachgewiesenen Kosten von der Stadt getragen.

Der Gesamtzuschuss wird auf 5000 Euro gedeckelt, ab 2019 auf 3500 Euro. Ein entscheidender Punkt, merkte Schönfelder an, seien die laufenden Unterhalts- und Erhaltungsmaßnahmen des neuen Platzes, für die der SSV allein verantwortlich sei. Eine Ausnahme sieht der Vertrag vor: werden notwendige Erhaltungsmaßnahmen von überörtlichen Sportförderprogrammen bezuschusst, verpflichtet sich die Stadt zur Zuzahlung des Mindestbeitrags, der in den Sportförderungsrichtlinien für die Kommunen festgelegt ist.

„Wenn der SSV für die erwähnten Maßnahmen ein Sportförderungsprogramm beanspruchen kann, geht das nur, wenn sich auch die Stadt beteiligt, und daran soll es nicht scheitern“, so Schönfelder. Bürgermeisterin Heike Döpke berichtete, dass die noch immer in der Innenstadt hängende Weihnachtsbeleuchtung nicht der Gewohnheit entspreche und demnächst abgenommen werde. Die Ausrüstung der öffentlichen Beleuchtung mit LED-Leuchten komme voran.

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