Finanzielle Mittel und Ehrenamtler fehlen : Dem „Pausentreff“ in Barmstedt droht das Aus

Die Schokoladen-Quark-Brötchen wurden auf Wunsch von Schülern von Köchin Anna Wöhlk (Dritte von rechts) mit ihrem Team gebacken.  Fotos: Geeske Johanna Lütjens
Die Schokoladen-Quark-Brötchen wurden auf Wunsch von Schülern von Köchin Anna Wöhlk (Dritte von rechts) mit ihrem Team gebacken. Fotos: Geeske Johanna Lütjens

Verein für den Betrieb der Mensa am Gymnasium in Barmstedt braucht Unterstützung.

shz.de von
26. Juni 2018, 15:00 Uhr

Barmstedt | Duftende, frische Schokoladen-Quark-Brötchen, selbstgemachtes Müsli, dazu frisch gekochtes Mittagessen – es klingt nach Café, in Wirklichkeit ist es jedoch der ganz normale Alltag der Mensa am Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium in Barmstedt. Dank des Vereins „Pausentreff“, der für dieses Angebot verantwortlich ist. Doch es gibt ein Problem. „Ein Jahr können wir noch stemmen, aber wenn sich bis dahin nichts geändert hat, war es das mit unserem Mittagessen“, sagt Andrea Stien, zweite Vorsitzende des Vereins. Es fehle an ehrenamtlichen Helfern, mittlerweile seien zusätzlich zu der Köchin drei 450-Euro-Kräfte eingestellt. „Das ist so nicht mehr lange finanziell tragbar“, erklärt Stien sachlich. Dann droht dem „Pausentreff“ das Aus.

Der Verein „Pausentreff“ wurde von Eltern gegründet. Das ursprüngliche Konzept der Mensa sah eine Köchin und eine Angestellte vor. Der Rest der Arbeit sollte mit ehrenamtlichen Helfern erledigt werden. Das habe laut Stien auch lange Zeit gut geklappt. „Aber die Zeiten haben sich geändert. Die Eltern, vor allem die Mütter, arbeiten nun viel mehr. Sie haben nicht die Zeit, uns hier in der Mensa zu unterstützen.“ Besonders der Doppeljahrgang von G8 und G9 habe ein großes Loch gerissen. „Als diese Klassen Abitur gemacht haben, haben uns mit einem Schlag etwa 25 Helfer aus den Reihen der Eltern verlassen“, schildert Anna Wöhlk, die Köchin der Mensa.

Küchenleiterin Anna Wöhlk (links) sorgt dafür, dass es jeden Tag auch Suppe gibt.
Küchenleiterin Anna Wöhlk (links) sorgt dafür, dass es jeden Tag auch Suppe gibt.
 

Jetzt ist der Verein dringend auf der Suche nach neuen Helfern – auf freiwilliger Basis. „Wir freuen uns über jede helfende Hand. Jeder, der ein wenig Zeit übrig hat, kann uns unterstützen“, sagt Stien. Es müssten nicht zwangsläufig Eltern sein, die mithelfen. „Senioren, die gern etwas tun möchten, hätten hier an der Schule die Gelegenheit dazu.“ Wöhlk fügt hinzu: „Die Arbeit hier macht unheimlichen Spaß. Der Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen ist eine Bereicherung für die Seele. Man bekommt einfach so viel für seine Arbeit zurück.“ Einmal im Monat müsse der Helfer Zeit haben. Mehr nicht. „Wir verpflichten hier niemanden, seine komplette Freizeit zu geben.“ Die Kernzeiten der Arbeit in der Mensa sind zwischen 10 und 14 Uhr. Geschirr spülen oder Gemüse schnippeln, auch mal den Tisch abwischen – all diese Aufgaben müssen erledigt werden.

Wer nicht mit Arbeit vor Ort helfen kann, die Arbeit des „Pausentreff“ aber trotzdem gern unterstützen möchte, kann das auch finanziell tun. Dazu sagt Angela Kopp, die stellvertretende Schulleiterin: „Wir möchten unser gutes Essen nicht durch eine Catering-Firma ersetzen müssen. Jeder – auch Barmstedter Unternehmen – die unsere Schule mit fördern wollen, können dies tun und unseren Schülern weiterhin das Mittagessen ermöglichen.“

Jeder, der Interesse am Helfen hat, kann sich unter Telefon (0 41 23) 90 02 21 oder per E-mail an stien@nexgo.de melden.

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