Barmstedt : „Das wird eine Rennstrecke“

Der Barmstedter Egon Stach wünscht sich, dass auf der August-Christen-Straße nach dem Ausbau Hubbel installiert werden, um Autofahrer am Rasen zu hindern.
Der Barmstedter Egon Stach wünscht sich, dass auf der August-Christen-Straße nach dem Ausbau Hubbel installiert werden, um Autofahrer am Rasen zu hindern.

Der Barmstedter Egon Stach fürchtet nach dem Ausbau der August-Christen-Straße um die Sicherheit der Kinder. Er wünscht sich deshalb Geschwindigkeits-Barrieren.

shz.de von
07. Juni 2014, 10:00 Uhr

Barmstedt | Bis vor ein paar Wochen war die August-Christen-Straße eine Schlaglochpiste. In ein paar Wochen – wenn die Sanierung abgeschlossen sein wird – wird sie eine Rennpiste sein. Das befürchtet zumindest der Barmstedter Senior-Trainer Egon Stach, der sich deshalb bereits an Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) gewandt hat. Vor allem wegen des Kindergartens – der gegenüber dem Arztzentrum und dem Edeka-Markt liegt – und der Grund- und Gemeinschaftsschule mit 1000 Schülern berge die Straße „ein großes Gefahrenpotenzial“, schreibt Stach, der Am Wasserwerk wohnt und dessen Enkel die Kita und die GGS besuchen. Vor allem an der Bushaltestelle würden Kinder und Jugendliche oft auf die Straße rennen, ohne auf den Verkehr zu achten.

Da Tempo-Schilder Stachs Meinung nach nicht viel bringen, um Autofahrer vom Rasen abzuhalten, schlägt er vor, „Speed-Breaker“ zu installieren – Hindernisse auf der Fahrbahn, die Autofahrer zum Abbremsen zwingen. „Das müssen keine teure Aufpflasterungen wie am Nappenhorn sein“, sagt Stach. „Kleine Hubbel tun es genauso.“ Das sei auch nach dem Ausbau noch möglich, meint er. „Allerdings wäre es natürlich günstiger, wenn man es vorher eingeplant hätte.“

Die Wahrscheinlichkeit, dass Stachs Wunsch in Erfüllung geht, ist indes eher gering. Stadtsprecher Wolfgang Heins erklärte, die Verwaltung sähe eine Aufpflasterung oder Hubbel kritisch. „Das ist für die Schulbusse schlecht. Wir werden die Anregung aber mit in die weiteren Beratungen nehmen.“ Zurzeit werde im Rahmen des neuen Verkehrskonzepts darüber diskutiert, ob die August-Christen-Straße zur Tempo-30-Zone werden soll, so Heins. „Dann würde aber die Ampel wegfallen, denn die sind in 30-Zonen nicht erlaubt.“ Das wiederum würde Kita-Leiterin Adelheid Ritter nicht gefallen. „Die Ampel ist uns sehr wichtig, vor allem wegen der Hortkinder, die aus der Schule zu uns kommen“, sagte sie. Alle Kita-Kinder würden lernen, die Ampel zu benutzen. „Das üben wir, bis es sitzt.“

Wegen des Herdentriebs, dem viele Kinder folgten, könnten schnell gefährliche Situationen entstehen, weiß Ritter. „Es passiert ganz oft, dass sie noch schnell über die Straße rennen wollen – und zack, ist das Auto da.“ Sollte die Ampel zu Gunsten einer 30-Zone verschwinden, müsse es deshalb „auf jeden Fall irgendeine andere Art von Tempobarriere geben“, unterstützt sie Stachs Vorschlag. Der ahnt Böses, sollte nach dem Ausbau nichts zur Temporeduzierung unternommen werden. Bisher sei die Straße laut Polizei kein Unfallschwerpunkt – „aber dann garantiere ich, dass es schwerwiegende Unfälle geben wird.“

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