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Gebrüderstrasse : „Das wird eine Rennpiste“

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Halteverbot und monatelange Sanierung der August-Christen-Straße: Kita-Eltern fürchten mehr Verkehr auf der Gebrüderstraße.

Barmstedt | „Das ist jetzt die absolute Hiobsbotschaft“, sagt Sven Spelter, Elternvertreter an der Kita Arche Noah. „Damit wird die Gebrüderstraße endgültig zur Rennpiste. Und an der laufen und radeln dann die Kinder lang.“ Grund für die Verärgerung: Die Verwaltung hat laut Spelter angekündigt, ab Mai an der Gebrüderstraße ein Halteverbot einzurichten. „Angeblich auf Drängen der Busunternehmen, die da wegen der parkenden Autos kaum durchkommen“, sagt Spelter. Verstehen kann er das nicht. „Die müssen dann halt mal warten.“

Das Halteverbot ist nicht das einzige, was Spelter und die anderen Elternvertreter beunruhigt: Sie fürchten zudem die monatelange Sanierung der August-Christen-Straße, die in diesem Jahr ansteht. „Wenn die dicht ist, werden viele durch die Gebrüderstraße fahren“, meint Spelter. „Denn wer juckelt schon freiwillig über die Großendorfer Buckelpiste?“ Vor allem der durch die Baustelle zu erwartende zusätzliche Lkw-Verkehr wäre „für die Kita eine Katastrophe“, sagt Spelter.

Dass auch der Messhorn in  diesem Jahr saniert wird, verschärfe das Problem noch, sagt Spelter. „Dann ist zeitweilig die Einmündung zur Königsberger Straße dicht“ – was wieder bedeute: mehr Verkehr auf der Gebrüderstraße. Die Verwaltung sieht die Situation nicht als so dramatisch an. „Der Verkehr auf der Gebrüderstraße wird sich zwar vermutlich leicht erhöhen – aber nur kurzzeitig“, sagte Fachamtsmitarbeiter Dirk Rennekamp.

Denn über die Gebrüderstraße müsse der Verkehr nur dann fließen, „wenn wir auf der August-Christen-Straße den Abschnitt zwischen der Bahnhofstraße und den Gleisen sanieren. Und das wird der kürzeste der drei Bauabschnitte sein“, sagte er. Während der anderen beiden werde der Verkehr – inklusive der Busse – über die Bahnhof- und die Feldstraße umgeleitet. Was aus Spelters Sicht nicht funktionieren wird. „Die Bahnhofstraße ist ständig dichtgeparkt. Und dann werden noch die Kita-Eltern dazukommen, die nicht mehr an der August-Christen-Straße parken können.“ Auch die Umleitung über die Feldstraße werde von vielen nicht angenommen, schätzt er.

Ein weiteres Problem sehen die Elternvertreter darin, dass hinter der Arche Noah zu wenig Parkplätze zur Verfügung stehen. „Wenn an der Gebrüderstraße nicht mehr gehalten werden darf, wird sich das alles da konzentrieren. Bei 60 Eltern und 20 Mitarbeitern, die mit dem Auto kommen, wird das ein einziges Chaos“, sagt Spelter. Stadtsprecher Wolfgang Heins teilte dazu auf Anfrage mit, es sei nicht geplant, die Parkfläche zu erweitern. Spelter bleibt nur eine Hoffnung: „Vielleicht stellt die Meierei ja einen Teil ihrer Fläche zum Parken auf eigene Gefahr zur Verfügung.“

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erstellt am 08.Feb.2014 | 16:01 Uhr

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