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Diese Projekte stehen 2016 an : Das planen Bevern, Bilsen, Bullenkuhlen, Hemdingen und Groß Offenseth-Aspern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Von Baugebieten bis zum neuen Löschfahrzeug: Viele Veränderungen soll es im neuen Jahr 2016 geben.

shz.de von
erstellt am 07.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Barmstedt | Was wird 2016 in den Gemeinden des Amtsbezirks Rantzau wichtig? Und welche Projekte haben die Dörfer im vergangenen Jahr verwirklicht? In einem Gespräch mit den Bürgermeistern von Bullenkuhlen, Hemdingen, Groß Offenseth-Aspern, Bilsen und Bevern haben die Bürgermeister einen Überblick über die Pläne in ihren Gemeinde gegeben.

Hemdingen hat im Jahr 2015 eine große Anschaffung getätigt – nämlich ein neues Löschfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr. Außerdem sei der B-Plan Nummer 14 fertig geworden, wie Bürgermeister Hans-Hermann Sass (HWG) mitteilte. Daran knüpft die Gemeinde 2016 an und beginnt mit dem B-Plan Nummer 15 (südlich Röthmoor und Gerstenhof), der den Bau von zwölf Häusern vorsieht. Mit der Erschließung des B-Plangebiets soll im Frühjahr begonnen werden. Freuen darf sich die Jugendfeuerwehr und die Einsatzleitung, denn ihnen steht demnächst der neue Mannschaftswagen zur Verfügung, der angeschafft werden soll. Im vergangenen Jahr war zudem das Vereinsheim des TuS Hemdingen-Bilsen saniert worden. 60.000 Euro hatte die Gemeinde investiert. Viele Arbeiten wurden zudem von den Sportlern in Eigenleistung erledigt.

In Bullenkuhlen ist im vergangenen Jahr unter anderem mit der Sanierung des Spielplatzes begonnen worden. „Wir haben ein großes Spielgerät angeschafft und den Fallschutzsand überall auf dem Spielplatz ausgeschüttet“, erläuterte Bürgermeister Willi Hachmann (BWB). „Diese Arbeiten wurden von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern in Eigenleistung erbracht.“ Des Weiteren seien die Banketten an den Wegen gefräst worden, um den Wasserablauf zu gewährleisten. Die Gemeinde habe zudem eine 3,6 Hektar große Fläche erworben, auf der in den nächsten zehn Jahren zwölf bis 15 Häuser entstehen sollen. Dieses bedeutende Bauvorhaben werde Politik und Verwaltung im neuen Jahr beschäftigen. Außerdem sollen am Feuerwehrgeräte- beziehungsweise Gemeindezentrum 20 Knicks versetzt und neue Parkflächen geschaffen werden.

Die Gemeindevertretung Groß Offenseth-Aspern hat 2015 die notwendige Änderung des F- und B-Plans vorgenommen, um den Bau einer Halle auf dem Gut Aspern zu ermöglichen. Höchstwahrscheinlich im Sommer könne dann auch mit der Erschließung des B-Plans 3 (Bereich Kreuzung L112/L113) begonnen werden, so Bürgermeister Werner Schlüter (FWG). Dort sollen fünf bis sechs Häuser sowie zwei bis drei kleine Betriebe angesiedelt werden. Gegen Ende dieses Jahres soll die Freiwillige Feuerwehr zudem ihr neues Löschfahrzeug erhalten, dessen Anschaffung die Gemeindevertretung Groß Offenseth-Aspern beschlossen hat. Die Ausschreibung läuft mittlerweile.

In Bilsen ist laut Bürgermeister Peter Lehnert (CDU) das Dörpshus saniert worden. Es hat neue Fenster sowie Fluchttüren mit Außentreppen erhalten. Mit neuen Lampen wurde zudem das Neubaugebiet ausgestattet. Im Frühjahr bekommt die Gemeinde einen Kleinbus, der von der Freiwilligen Feuerwehr, dem DRK und dem TuS Hemdingen-Bilsen genutzt werden kann.

„Trotz aller Probleme, die von der Weltpolitik über die Bundes-, Landes- und Kreisebene bis herunter in die kleinsten Gemeinden durchschlagen, können wir in Bilsen sagen, dass 2015 ein gutes Jahr war“, so Lehnert weiter. Die Grundstücksverkäufe im Bereich Klosterkoppel seien erfolgreich gewesen. Nur ein Gewerbegrundstück sei noch frei. In 2016 soll die finanzielle Konsolidierung der Gemeinde fortgesetzt werden, so der Bürgermeister weiter. „Das bedeutet, dass Bilsen nicht nur auf das Anhäufen neuer Schulden verzichtet, sondern Altschulden konsequent abgebaut werden. Allerdings wird das kein Selbstgänger sein.“ Denn durch das von SPD, Grüne und SSW im Kieler Landtag beschlossene Finanzausgleichsgesetz zugunsten der großen Städte wie Kiel und Lübeck stehe auch Bilsen zu wenig Geld zur Verfügung. „Wenige Tage vor Weihnachten erreichte uns auf hartnäckige Nachfragen nun erneut eine schlechte Nachricht“, so Lehnert weiter. „Die Finanzzuweisungen für Bilsen werden vom Land noch einmal um 10.000 Euro gekürzt – viel Geld für unsere kleine Gemeinde.“

Steuern und Abgaben für die Bürger in Bilsen sollen nicht angehoben werden, betont der Bürgermeister. Dennoch soll weiter in Bereiche wie den Erhalt und den Ausbau der Infrastruktur investiert werden. „So unterstützen wir die Ausweitung der Öffnungszeiten im Betreuungsverein der Grundschule Hemdingen und die Förderung der Schulsozialarbeit. Auch die Ausweitung des Angebots im Kindergarten und den Ausbau von bis zu zehn Betreuungsplätzen unterstützen wir.“ Die Ausschreibung und Auftragsvergabe sollen Anfang 2016 erfolgen.

In der jüngeren Vergangenheit sei es zudem vermehrt zu Einbrüchen in Bilsen gekommen, so Lehnert weiter. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung habe er mit der Quickborner Polizei entsprechende Gespräche geführt. „Diese hat um erhöhte Wachsamkeit gebeten“, sagt der Bürgermeister. „Einmal mehr die Telefonnummer 110 bei auffälligen Beobachtungen zu wählen ist besser als einmal zu wenig.“

Im vergangenen Jahr waren die Sanierungsarbeiten an der L  110 zwischen Bevern und Ellerhoop beendet worden. Verkehrsberuhigende Maßnahmen wie beispielsweise eine Geschwindigkeitsmesstafel sollen laut Bürgermeister Johann Hachmann (BWB) dazu beitragen, die Sicherheit zu verbessern. „Das liegt uns sehr am Herzen“, betont er. Im Zuge verschiedener Baumaßnahmen seien 2015 Leerrohre für den Breitbandausbau mit verlegt worden. Ziel sei es, künftig möglichst alle Beverner mit Glasfaser zu versorgen. Der Kernbereich der Gemeinde wird derzeit im ersten Schritt von den Stadtwerken Barmstedt erschlossen. Das Unternehmen will bis Mitte April 2016 ein Glasfasernetz errichten.

Neun Flüchtlinge aus Afghanistan haben in Bevern eine neue Heimat gefunden, so Hachmann. Eine Gruppe engagierter Beverner kümmere sich um sie. Im neuen Jahr will sich die Gemeinde zudem verstärkt darum bemühen, bauwilligen Bevernern Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

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