zur Navigation springen

Haushalt in Barmstedt : Das Amt stellt sich flexibel auf

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kreditermächtigung in Höhe von 700.000 Euro für Erwerb und Bau weiterer Flüchtlingsunterkünfte im Amtsbezirk Rantzau eingeplant.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2015 | 16:30 Uhr

Barmstedt | Der Finanzausschuss des Amts Rantzau hat während seiner jüngsten Sitzung den Haushalt für das Jahr 2016 auf den Weg gebracht. Wichtigster Punkt dabei: 700.000 Euro haben Politik und Verwaltung vorsorglich für Erwerb und Bau weiterer Flüchtlingsunterkünfte eingeplant. Ein konkreter Plan stehe aber noch nicht dahinter, hieß es. Kaum Veränderungen gibt es bei der Höhe der Amtsumlage: Trotz der Kosten für Flüchtlinge bleibe es in 2016 bei einem konstanten Umlagebetrag, so das Fazit von Kämmerin Carola Warncke.

Ursprünglich war im Haushalt für 2016 eine Kreditermächtigung in Höhe von 500.000 Euro für den weiteren Bau und Erwerb von Unterkünften für Flüchtlinge vorgesehen. Hemdingens Bürgermeister Hans-Hermann Sass hatte sich während der Sitzung für eine etwas höhere Summe ausgesprochen. „Ich meine, das könnte etwas höher ausfallen, damit wir nicht zur Jahreshälfte einen Nachtrag stellen müssen“, sagte er. Dem folgten die anderen Politiker. Die Summe wurde auf 700.000 Euro festgelegt. Die Ausschussmitglieder sprachen sich anschließend einstimmig für den Haushaltsentwurf aus. Die endgültige Entscheidung fällt der Amtsausschuss am 23. November.

Mit den 700.000 Euro sei man auf der sicheren Seite, sagt Warncke. „Es steckt aber noch kein konkreter Plan dahinter.“ Im Moment gebe es noch einige Unsicherheiten, so die Kämmerin über die Haushaltsplanung. Vor allem die Entwicklung der Flüchtlingssituation sei nicht vorhersehbar. „Wir bauen ein Gerüst auf, mit dem wir gute Teile des Jahres arbeiten können“, sagt die Kämmerin. Die Kosten für den Erwerb oder Bau neuer Unterkünfte soll durch die Aufnahme eines KFW-Darlehens aus dem Sonderprogramm zur Finanzierung von Flüchtlingsunterkünften erfolgen. „Der Zinssatz dafür beträgt null Prozent. So wird versucht, den Kommunen zu helfen“, erläutert Warncke.

Der Amtsumlagesatz ist in dem Haushaltsentwurf kostendeckend mit 18,5 Prozent festgelegt. Das ergebe einen Betrag von 1,52 Millionen Euro (in 2015: 19,1 Prozent und 1,53 Millionen Euro). Der Haushalt für 2016 ist ausgeglichen. Dasselbe gilt für den Nachtragshaushalt für 2015, dem die Ausschussmitglieder ebenfalls einstimmig zustimmten. Er war nötig geworden, weil die Abweichungen beim Haushalt 2015 zu hoch gewesen waren, so Warncke. Grund dafür sei unter anderem der Erwerb der Unterkunft für Flüchtlinge in Heede gewesen. Die Kosten dafür lagen bei 445.000 Euro, die zum Teil ebenfalls über eine Darlehensaufnahme finanziert wurden.

Das Amt Rantzau ist auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten. Wer Interesse daran hat, kann sich beim Leitenden Verwaltungsbeamten Heinz Brandt unter der Telefonnummer 04123-688136 melden. Das Thema steht auch auf der Tagesordnung des nächsten Amtsausschusses.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen